AHA-BUCH

Migration in Deutschland

Interregionale Migrationsmotivatoren
 Taschenbuch
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ISBN-13:
9783824407996
Einband:
Taschenbuch
Erscheinungsdatum:
01.12.2005
Seiten:
215
Autor:
Martin Geis
Gewicht:
309 g
Format:
214x147x14 mm
Sprache:
Deutsch
Beschreibung:

Martin Geis untersucht die Binnenwanderungsbewegungen zwischen Ost- und Westdeutschland nach der deutschen Wiedervereinigung 1990. Dabei ermittelt er die ökonomischen und außerökonomischen Motivatoren dieser Migration vor allem von Ost- nach Westdeutschland vor dem Hintergrund der regional unterschiedlichen Lebensbedingungen.
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1. Einleitung.- 1.1 Problemstellung und Zielsetzung.- 1.2 Gliederung der Arbeit.- 2. Grundlagen der Untersuchung.- 2.1 Definition und Abgrenzung des Migrationsbegriffs.- 2.2 Internationale und intranationale Migration.- 2.3 Intraregionale Migration.- 2.4 Interregionale Migration.- 2.5 Motivation als Handlungsvoraussetzung.- 2.5.1 Motive.- 2.5.2 Anreiz.- 2.5.3 Motivation.- 2.5.4 Handlung.- 2.6 Theoretische Ansatzpunkte für die Erklärung von Migration.- 2.6.1 Klassische Erklärungsansätze für Migration.- 2.6.1.1 Ravensteins Wanderungsgesetze.- 2.6.1.2 Gravitationstheorien.- 2.6.1.3 Ökonomische Faktormodelle.- 2.6.2 Modernere Erklärungsansätze für Migration.- 2.6.2.1 Transformationsmodell nach Sinn.- 2.6.2.2 Der Humankapitalansatz.- 2.6.2.3 Unterscheidung nach Push- und Pull-Faktoren.- 2.6.2.4 Die Werterwartungstheorie.- 2.6.2.5 Selbstverstärkende Migration und Netzwerkeffekte.- 2.6.3 Verhaltenstheoretischer Ansatz nach Maslow.- 2.6.4 Das Konzept der Zufriedenheit.- 2.6.5 Stufen der Wanderungsentscheidung.- 2.7 Entwicklung eines Bezugsrahmens für die Untersuchung.- 2.7.1 Der Regionalbegriff.- 2.7.2 Das Diamond Concept von Porter.- 3. Hypothesen zu Migrationsgründen.- 3.1 Darstellung des Untersuchungsobjektes.- 3.2 Historische Einordnung.- 3.3 Harte und weiche Migrationsgründe.- 3.4 Entwicklung zu überprüfender Kausalmodelle (Migrationspotenzial) und Hypothesen.- 3.4.1 Basishypothesen.- 3.4.2 Hypothesen zum Regionalprofil von Regionen mit hohem Migrationspotenzial.- 3.4.3 Hypothesen zum Personenprofil von Menschen mit hohem Migrationspotenzial.- 3.4.4 Übersicht der Betrachtungsschnitte und Themenbereiche der Migrationspotenzialuntersuchungen.- 4. Untersuchung und empirische Befunde.- 4.1 Eingrenzung des Untersuchungsobjekts.- 4.2 Vorstellung der Perspektive-Deutschland-Umfrage.- 4.2.1 Zielstellung und Umsetzung.- 4.2.2 Fragebogendesign.- 4.2.3 Repräsentativität.- 4.3 Untersuchungsmethodik.- 4.3.1 Bestimmung des Migrationspotenzials.- 4.3.2 Festlegung weiterer relevanter Größen.- 4.4 Ergebnisse der empirischen Analyse.- 4.4.1 Validierung der Bezugsgröße Migrationspotenzial.- 4.4.2 Untersuchung der regionalen Migrationsgründe.- 4.4.2.1 Arbeitslosigkeit auf ROR-Ebene.- 4.4.2.2 Kaufkraft auf ROR-Ebene.- 4.4.2.3 Unternehmensgründungen auf ROR-Ebene.- 4.4.2.4 Tourismus auf ROR-Ebene.- 4.4.2.5 Standortfaktoren auf ROR-Ebene.- 4.4.2.6 Regionaltyp und Migrationspotenzial.- 4.4.2.7 Exkurs: Migrationspotenzial und Lebenserwartung.- 4.4.3 Untersuchung der persönlichen Migrationsgründe.- 4.4.3.1 Alter und Migrationspotenzial.- 4.4.3.2 Familienstand und Migrationsneigung.- 4.4.3.3 Immobilienbesitz und Migrationsneigung.- 4.4.3.4 Bildungsniveau und Migrationspotenzial.- 4.4.3.5 Sicherheit der Erwerbssituation und Migrationspotenzial.- 4.4.3.6 Einkommen und Migrationspotenzial.- 4.4.3.7 Berufsbedingte Fahrzeiten zum Arbeitsplatz und Migrationsneigung.- 4.4.3.8 Branchenzugehörigkeit und Migrationspotenzial.- 4.4.4 Persönliche Einstellungen und Meinungen.- 4.4.4.1 Regionale Standortfaktoren.- 4.4.4.2 Beurteilung von Staatsaufgaben.- 4.4.4.3 Persönliche Leistungsbereitschaft.- 4.4.4.4 Gesellschaftsverständnis und soziales Engagement.- 4.4.4.5 Berufliche Ambitionen.- 4.4.4.6 Fortbildungsaktivitäten.- 4.4.4.7 Wünsche an Arbeitszeit und Arbeitsbedingungen.- 4.4.4.8 Risikoeinstellung.- 4.4.4.9 Erziehungsziele.- 5. Diskussion und Implikation.- 5.1 Bewertung der Untersuchungsergebnisse.- 5.2 Implikationen für die Wirtschafts- und Sozialpolitik.- Anhang A: Bundesländer.- Anhang B: Raumordnungsregionen.- Anhang C: Quellen externer Daten.
Im Zuge der Wiedervereinigung kam es nach 1990 zu massiven Binnenwanderungsbewegungen zwischen Ost- und Westdeutschland. Die ungleichen Lebensverhältnisse haben vor allem viele Ostdeutsche veranlasst, umzuziehen - in der berechtigten Erwartung, im Westen attraktivere Arbeitsplätze und eine höhere Lebensqualität zu finden. Aber auch von Region zu Region gibt es im Westen wie im Osten jeweils enorme demographische, soziale und wirtschaftliche Unterschiede. Faktoren wie Arbeitslosigkeit, Familienstand oder Lebensphase haben als so genannte "Motivatoren" Schlüsselbedeutung für Umzugsentscheidungen.Martin Geis beschäftigt sich mit den "harten" (ökonomischen) wie auch den "weichen" (außerökonomischen) Motivatoren. Er untersucht detailliert, in welchem Zusammenhang Migrationsneigung und regionale Rahmenbedingungen in Deutschland stehen. Zur Überprüfung seiner Hypothesen verwendet er das äußerst umfangreiche und repräsentative Datenmaterial der Perspektive-Deutschland-Umfrage 2001 mit ca.170.000 Teilnehmern.