AHA-BUCH

Schlangenritual

Der Transfer der Wissensformen vom Tsu'ti'kive der Hopi bis zu Aby Warburgs Kreuzlinger Vortrag
 HC runder Rücken kaschiert
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ISBN-13:
9783050042039
Einband:
HC runder Rücken kaschiert
Erscheinungsdatum:
03.12.2007
Seiten:
388
Autor:
Cora Bender
Gewicht:
910 g
Format:
240x170x29 mm
Sprache:
Deutsch
Beschreibung:

Nicht-exklusives Verkaufsrecht für: Gesamte Welt.
VORWORT
Schlangenritual: Vom Tsu'ti'kive der Hopi zu Aby Warburgs Kreuzlinger Vortrag und zurück
DOSSIER
Aby Warburg: Legendary origins of the clan with the totem Serpent (Übersetzung (1923) nach J. W. Fewkes (1894))
Paul Ehrenreich: Ein Ausflug nach Tusayan (Arizona) im Sommer 1898 (1899)
Aby Warburg/Fritz Saxl: Die Indianer beschwören den Regen. Großes Fest bei den Pueblo-Indianern (1926)
Michael Diers: Warburg für Kinder. Den Blitz gestalten - Ein Splitter über das Hopi-Schlangenritual (Kommentar)
SPURENSICHERUNG
Hans-Ulrich Sanner: "Schlangenpolitik": Marginale Notizen zum Schlangentanz der Hopi 1989-1990, nebst einem historischen Katalog
Armin W. Geertz: Tsu'ngyam Tradition: Men, Women and Snakes in Hopi Theology
Christian F. Feest: Das Unverständliche, das Fremde und das Übernatürliche: Schlangen in religiöser Vorstellung und Praxis im indigenen Nordamerika
Cora Bender: A Man Made Matter out of Place: Captain John Gregory Bourke (1846-1896) as a Source for Aby Warburg's "Schlangenritual"
Erhard Schüttpelz: Das Schlangenritual der Hopi und Aby Warburgs Kreuzlinger Vortrag
Spyros Papapetros: "ohne Füße und Hände". Historiographische Bemerkungen über die unorganische Bewegung der Schlangen von Philo von Byblos bis Aby Warburg
Dorothea McEwan: Zur Entstehung des Vortrages über das Schlangenritual: Motiv und Motivation/Heilung durch Erinnerung
Charlotte Schoell-Glass: "Contakt bekommen": Warburg schreibt
Thomas Hensel: Kupferschlangen, unendliche Wellen und telegraphierte Bilder. Aby Warburg und das technische Bild
Philippe-Alain Michaud: Serpent et forme serpentine au cinema
Aby Warburg wird in den letzten Jahren mehr denn je als Gründerfigur einer Kunstwissenschaft, die sich als Bildwissenschaft begreift, aber auch als Spiritus Rector einer anthropologischen Kulturwissenschaft verstanden. Sein Kreuzlinger Vortrag von 1923 zum Schlangenritual der Hopi gilt mittlerweile als Warburgs bekanntester Text. Ein Effekt dieser Popularität ist, dass sein Vortrag in den deutschen Kulturwissenschaften der prominenteste Text zu den Hopi geworden ist. Im vorliegenden Buch wird dieser Fakt einer kulturwissenschaftlichen Analyse unterzogen. Da diese nicht durch Einzelforschung bewältigt werden kann, zeichnen die Beiträge des Bandes, aus verschiedenen Perspektiven - unter anderem der Philologie, Mythologie, Ethnozoologie oder Medienarchäologie - die wichtigsten Wissensformen und Transferwege des Schlangenrituals von Oraibi bis Kreuzlingen, von Walpi bis Hamburg nach. Dadurch wird es möglich, Warburgs Text ebenso mehrdimensional zu behandeln, wie Warburg dies in seinen eigenen Texten mit den Transferwegen von Bildern und Schriften, Artefakten und numinosen Mächten unternommen hat. Und nicht zuletzt kann es dadurch in Zukunft gelingen, das Schlangenritual der Hopi differenzierter als bisher zu betrachten - auch als politisches Ereignis und eines der touristisch und massenmedial erfolgreichsten Rituale seiner Zeit.

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