... nicht der Rede wert?, 1 Audio-CD u. 1 DVD

Die Ermordung der Lehrerin Bian Zhongyun am Beginn der Kulturrevolution. Berichte und ein Film
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ISBN-13:
9783934012295
Veröffentl:
2009
Einband:
In Digipak
Seiten:
24
Autor:
Susanne Schwiedrzik
Gewicht:
126 g
Format:
140x125x10 mm
Sprache:
Deutsch
Beschreibung:
. nicht der Rede wert? Der Tod der Lehrerin Bian Zhongyun am Beginn der Kulturrevolution Am 5. August 1966 wurde Bian Zhongyun, Lehrerin und Vizedirektorin eines Pekinger Mädchen-gymnasiums, von den Schülerinnen ihrer eigenen Schule zu Tode geprügelt. Man ließ sie sterbend auf einer Abfallkarre liegen. Als sie mehrere Stunden später in das nahegelegene Krankenhaus gebracht wurde, war es zu spät. Der Tod Bian Zhingyuns bildete den blutigen Auftakt des "Roten August", d.h. des Monats, in dem Mao Zedong, nach Peking zurückgekehrt, die Kulturrevolution (zum zweiten Mal) in Gang setzte. Innerhalb von drei Wochen wurden allein in Peking mehr als 1700 Lehrer und andere "rechte Elemente" von Schülern und Studenten erschlagen. Die Schule, an der dies geschah, war nicht irgendeine Schule, sondern es handelt sich um das Mädchengymnasium, das der Pädagogischen Hochschule in Peking angegliedert ist. Es war (und ist) eine Eliteschule, an der vor allem die Töchter hoher Kader der Kommunistischen Partei Chinas und hoher Militärs ausgebildet wurden. Man brauchte 199 von 200 möglichen Punkten (oder eine Hintertür), um die Aufnahmeprüfung zu bestehen. Bis heute sind die Opfer des "Roten August" in Peking nicht rehabilitiert. In keinem Prozess wur¬den die Vorgänge untersucht, die Schuldigen verurteilt und den Opfern bzw. deren Angehörigen Genugtuung verschafft. Das ist kein Zufall: stammen doch die Kader, die heute in der VR China (in Politik und Wirtschaft) an der Macht sind, aus solchen Familien, deren Söhne und Töchter sich im "Blutigen August" als Rotgardisten besonders hervorgetan haben. Die Cassette, die die Edition Mnemosyne über den Fall Bian Zhongyun für den Herbst 2009 zur Frankfurter Buchmesse vorbereitet, enthält drei Bestandteile: a.) ein Hörbuch zum Fall Bian Zhongyun (auf CD), basierend auf einem Feature, das Wolfgang und Susanne Schwiedrzik für den DLF verfasst haben, b.) die deutsche Fassung des Filmes "Auch wenn ich nicht mehr bin" von Hu Jie (auf DVD), China 2006, ca. 69 Min., dt. Untertitel. c.) ein Booklet mit Dokumenten zum Fall Bian Zhongyun.
Aus dem Inhatl:
CD:
1 Das erste Opfer der Kulturrevolution
2 Roter Terror in Peking
3 Die Einschätzung der Kulturrevolution
4 Terror auf dem Schulhof
5 Zeugnis ablegen
6 Grausame Schülerinnen
7 Eine Eliteschule in Peking
8 Die Diskussion über den Fall Bian
9 Ein Kartell des Schweigens
10 Eine besondere Geburtstagsfeier


DVD:
1 Ich wollte die historische Wahrheit dokumentieren
2 Beginn der Kulturrevolution - erste Angriff auf Bian Zhongyun
3 Ich verstehe jetzt, dass es für sie kein Entrinnen gab
4 Die Ermordung Bian Zhongyuns
5 Zeugenaussagen - ein anonymer Brief
6 Demütigung und Ausschaltung politischer Gegner
7 Einst war ich ein radikaler Demokrat
8 Das lasse ich mir nicht gefallen
9 Geboren mit einem Traum und gestorben an einem Traum
10 Liste mit Namen von Opfern der Kulturrevolution in Peking
Am 5. August 1966 wurde Bian Zhongyun, Lehrerin und Vizedirektorin eines Pekinger Mädchengymnasiums, von den Schülerinnen ihrer eigenen Schule zu Tode geprügelt. Man ließ sie sterbend auf einer Abfallkarre liegen. Als sie mehrere Stunden später in das nahegelegene Krankenhaus gebracht wurde, war es zu spät. Der Tod Bian Zhingyuns bildete den blutigen Auftakt des "Roten August", d.h. des Monats, in dem Mao Zedong, nach Peking zurückgekehrt, die Kulturrevolution (zum zweiten Mal) in Gang setzte. Innerhalb von drei Wochen wurden allein in Peking mehr als 1700 Lehrer und andere "rechte Elemente" von Schülern und Studenten erschlagen. Die Schule, an der dies geschah, war nicht irgendeine Schule, sondern es handelt sich um das Mädchengymnasium, das der Pädagogischen Hochschule in Peking angegliedert ist. Es war (und ist) eine Eliteschule, an der vor allem die Töchter hoher Kader der Kommunistischen Partei Chinas und hoher Militärs ausgebildet wurden. Man brauchte 199 von 200 möglichen Punkten (oder eine Hintertür), um die Aufnahmeprüfung zu bestehen. Bis heute sind die Opfer des "Roten August" in Peking nicht rehabilitiert. In keinem Prozess wurden die Vorgänge untersucht, die Schuldigen verurteilt und den Opfern bzw. deren Angehörigen Genugtuung verschafft. Das ist kein Zufall: stammen doch die Kader, die heute in der VR China (in Politik und Wirtschaft) an der Macht sind, aus solchen Familien, deren Söhne und Töchter sich im "Blutigen August" als Rotgardisten besonders hervorgetan haben.

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