AHA-BUCH

Landschaften agrarisch-ökonomischen Wissens

Strategien innovativer Ressourcennutzung in Zeitschriften und Sozietäten des 18. Jahrhunderts
 Taschenbuch
Sofort lieferbar | Lieferzeit:3-5 Tage I

34,90 €*

Alle Preise inkl. MwSt. | zzgl. Versand
ISBN-13:
9783830919049
Einband:
Taschenbuch
Erscheinungsdatum:
01.09.2010
Seiten:
384
Autor:
Marcus Popplow
Gewicht:
709 g
Format:
237x172x25 mm
Serie:
30, Cottbuser Studien zur Geschichte von Technik, Arbeit und Umwelt
Sprache:
Deutsch
Beschreibung:

Natürliche Ressourcen durch den Aufbau einer systematischen Wissensbasis möglichst umfassend nutzen zu können: Das war das Ziel der Ökonomischen Sozietäten des 18. Jahrhunderts, die europaweit Verwaltungsbeamte, Gelehrte, Landbesitzer und Geistliche vereinten. Die Palette ihrer Aktivitäten war vielschichtig. Die Aufnahme ökonomischer Basisdaten eines Territoriums gehörte dazu ebenso wie die Anlage landwirtschaftlicher Versuchsflächen oder die Ausschreibung von Preisfragen, beispielsweise zur Einführung neuer Gewerbepflanzen oder dem Schutz vor Viehseuchen. Entsprechende Erkenntnisse wurden umfassend in gelehrten ebenso wie in volksaufklärerischen Medien publiziert. Der wissensbasierte Zugriff der Ökonomischen Sozietäten auf pflanzliche und tierische Ressourcen formierte sich in einer Epoche, die immer wieder mit Hungersnöten konfrontiert war, jedoch zugleich den Weg in die Konsumgesellschaft beschritt. Die in diesem Kontext entwickelten Strategien sollten in vieler Hinsicht wegweisend für Modernisierungsprozesse des 19. und 20. Jahrhunderts werden. Dieser Band geht auf eine gemeinsame Tagung des Lehrstuhls Technikgeschichte der BTU Cottbus und des Forschungszentrums Europäische Aufklärung in Potsdam zurück. Die Fallstudien zu einzelnen Sozietäten und ihren Publikationen behandeln Aspekte der Umwelt- und Agrargeschichte ebenso wie solche der Medien-, Wissenschafts- und Aufklärungsgeschichte und eröffnen damit ein interdisziplinäres Forschungsfeld.
Natürliche Ressourcen durch den Aufbau einer systematischen Wissensbasis möglichst umfassend nutzen zu können: Das war das Ziel der Ökonomischen Sozietäten des 18. Jahrhunderts. Europaweit sammelten und prüften Verwaltungsbeamte, Gelehrte, Landbesitzer und Geistliche Vorschläge zur Gewinnung und Verwertung pflanzlicher und tierischer Rohstoffe und publizierten zahllose Schriften zu diesen Themen. Die Fallstudien dieses Bandes belegen die Relevanz dieses Teilbereichs der Aufklärung auch für spätere technisch-wissenschaftliche Modernisierungsprozesse des 19. und 20. Jahrhunderts.
1;Inhalt;6
2;Vorbemerkung;10
3;Die ökonomische Aufklärung als Innovationskultur des 18. Jahrhunderts zur optimierten Nutzung natürlicher Ressourcen;12
4;Justus Christoph Dithmar: Die Oeconomische Fama. Der erste Versuch eine ökonomische Zeitschrift zu etablieren;58
5;Die Anfänge "wissenschaftlicher" Forstlehre am Beispiel des Allgemeinen oeconomischen Forst- Magazins ( 1763 - 1769);70
6;Die vollkommene Landwirtschaft, der vernünftige Landwirt und die Erdflöhe. Die Berliner Beyträge zur Landwirthschaftswissenschaft ( 1770/ 74 - 1791);88
7;Von der Kanoldsammlung (1717-1726) zu den Ephemeriden der Societas Meteorologica Palatina ( 1781-1792). Meteorologische Quellen zur Umweltgeschichte des 18. Jahrhunderts;106
8;"dass gemeinnüzige wahrheiten gemein gemacht werden" - Zur Publikationstätigkeit der Oekonomischen Gesellschaft Bern 1759-1798;130
9;Der Aufklärertypus Friedrich Eberhard von Rochow ( 1734-1805) und die Märkische ökonomische Gesellschaft zu Potsdam;164
10;Von Bienen, Ochsenklauen und Beamten. Die ökonomische Aufklärung in der Kurpfalz;184
11;Die Celler Landwirtschaftsgesellschaft und das Hannoverische Magazin: Schnittstellen der ökonomischen Aufklärung in Kurhannover ( 1750-1789);246
12;"Die Beschaffenheit des Landes" - Topographische Beschreibungen der Oekonomischen Gesellschaft Bern;270
13;"Exciting a Spirit of Emulation": Selbstverständnis und Aktionsfeld der Edinburgh Society for the Encouragement of Arts, Sciences, Manufactures, and Agriculture in Scotland ( 1755-1764);286
14;Agrikulturgesellschaften und die agronomische Aufklärung in den böhmischen Ländern;306
15;Ökonomische Debatten in Russland im 18. Jahrhundert. Personen - Institutionen - Themenfelder;314
16;Die Nutzbarmachung der Natur als Thema der schwedischen aufgeklärten Presse;332
17;Gemeinsame Bibliographie aller Beiträge;344
18;Autorinnen und Autoren;392
Natürliche Ressourcen durch den Aufbau einer systematischen Wissensbasis möglichst umfassend nutzen zu können: Das war das Ziel der Ökonomischen Sozietäten des 18. Jahrhunderts, die europaweit Verwaltungsbeamte, Gelehrte, Landbesitzer und Geistliche vereinten. Die Palette ihrer Aktivitäten war vielschichtig. Die Aufnahme ökonomischer Basisdaten eines Territoriums gehörte dazu ebenso wie die Anlage landwirtschaftlicher Versuchsflächen oder die Ausschreibung von Preisfragen, beispielsweise zur Einführung neuer Gewerbepflanzen oder dem Schutz vor Viehseuchen. Entsprechende Erkenntnisse wurden umfassend in gelehrten ebenso wie in volksaufklärerischen Medien publiziert.
Der wissensbasierte Zugriff der Ökonomischen Sozietäten auf pflanzliche und tierische Ressourcen formierte sich in einer Epoche, die immer wieder mit Hungersnöten konfrontiert war, jedoch zugleich den Weg in die Konsumgesellschaft beschritt. Die in diesem Kontext entwickelten Strategien sollten in vieler Hinsicht wegweisend für Modernisierungsprozesse des 19. und 20. Jahrhunderts werden.
Dieser Band geht auf eine gemeinsame Tagung des Lehrstuhls Technikgeschichte der BTU Cottbus und des Forschungszentrums Europäische Aufklärung in Potsdam zurück. Die Fallstudien zu einzelnen Sozietäten und ihren Publikationen behandeln Aspekte der Umwelt- und Agrargeschichte ebenso wie solche der Medien-, Wissenschafts- und Aufklärungsgeschichte und eröffnen damit ein interdisziplinäres Forschungsfeld.

Kunden Rezensionen

Zu diesem Artikel ist noch keine Rezension vorhanden.
Helfen sie anderen Besuchern und verfassen Sie selbst eine Rezension.