AHA-BUCH

Chronos

Notizbücher über Zeit
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ISBN-13:
9783826035579
Einband:
sonst. Bücher
Erscheinungsdatum:
01.05.2017
Seiten:
334
Autor:
Alexandru Dragomir
Gewicht:
515 g
Format:
233x154x27 mm
Serie:
4, Orbis Phaenomenologicus - Quellen. Neue Folge
Sprache:
Deutsch
Beschreibung:

Alexandru Dragomir (1916-2002) begann 1941 eine Promotion in Freiburg bei Martin Heidegger. Seine Denkübungen im Zeichen der Phänomenologie werden in Rumänien seit 2004 in mehreren Bänden herausgegeben.
Der vorliegende Band präsentiert die phänomenologischen Übungen, die Alexandru Dragomir im Lauf von mehr als fünf Jahrzehnten zur Frage nach der Zeit erarbeitet hat, erstmals auf Deutsch. Die 2006 im rumänischen Original posthum erschienenen Hefte zeigen die eiserne Disziplin, sich selbst und Fragen, die jenseits des Alltags liegen, treu zu bleiben. Ihre Stärke liegt weniger in einer systematischen Ausarbeitung der philosophischen Fragestellung als in der Unnachgiebigkeit des Denkens in einer Zeit politischer Verfolgung. Dragomirs Aufzeichnungen sind Dokumente eines stillschweigenden Widerstands während des kommunistischen Regimes in Rumänien. Somit bietet dieses Buch nicht nur ein kritisch sondierendes Register überlieferter Fragestellungen mit eigenen, weiterführenden Erwägungen zu einem der zentralen Themen der Philosophie. Es ist auch und vor allem eine Hommage an die Freiheit.
Alexandru Dragomir (1916-2002) begann 1941 eine Promotion in Freiburg bei Martin Heidegger. Seine Denkübungen im Zeichen der Phänomenologie werden in Rumänien seit 2004 in mehreren Bänden herausgegeben. Der vorliegende Band präsentiert die phänomenologischen Übungen, die Alexandru Dragomir im Lauf von mehr als fünf Jahrzehnten zur Frage nach der Zeit erarbeitet hat, erstmals auf Deutsch. Die 2006 im rumänischen Original posthum erschienenen Hefte zeigen die eiserne Disziplin, sich selbst und Fragen, die jenseits des Alltags liegen, treu zu bleiben. Ihre Stärke liegt weniger in einer systematischen Ausarbeitung der philosophischen Fragestellung als in der Unnachgiebigkeit des Denkens in einer Zeit politischer Verfolgung. Dragomirs Aufzeichnungen sind Dokumente eines stillschweigenden Widerstands während des kommunistischen Regimes in Rumänien. Somit bietet dieses Buch nicht nur ein kritisch sondierendes Register überlieferter Fragestellungen mit eigenen, weiterführenden Erwägungen zu einem der zentralen Themen der Philosophie. Es ist auch und vor allem eine Hommage an die Freiheit.
Alexandru Dragomir war ein rumänischer Philosoph (geboren 1916). Er studierte zuerst Recht und Philosophie an der Universität Bukarest (1933-1939). 1941 immatrikulierte er sich als Doktorand an der Universität Freiburg i. Br., wo er für zwei Jahre (1941-43) Philosophie bei Martin Heidegger studierte. Bevor er seinen Doktortitel erlangen konnte, wurde er nach Rumänien zurückgerufen und an die Front geschickt. Nach 1948 musste er, im kommunistischen Rumänien bleibend, seine philosophischen Forschungen verbergen, so dass nur seine engsten Freunde davon wussten. Er starb 2002, ohne jemals etwas publiziert zu haben. Erst nach seinem Tode wurden seine Notizbücher, die eine erstaunliche, in absoluter Einsamkeit durchgeführte philosophische Arbeit enthalten, entdeckt. Seine Schriften wurden posthum in fünf Bänden bei Humanitas (Bukarest) veröffentlicht. Zwei Bände sind anschließend in französischer, englischer und deutscher Übersetzung bei den Verlagen Vrin, Springer und Königshausen & Neumann erschienen. Die Zeitschrift Studia Phaenomenologica widmete 2004 seinem Werk eine ganze Nummer, die auch Berichte über seine Person und sein Leben enthält. 2009 wurde in Bukarest das Institut für Philosophie Alexandru Dragomir gegründet, ein unabhängiges Forschungszentrum unter der Schirmherrschaft der Rumänischen Gesellschaft für Phänomenologie.
Das vorliegende Buch sammelt alle seine Notizen über die Zeit - das Zentrum seiner lebenslangen philosophischen Forschungen. In sechs Notizbüchern schrieb er über 50 Jahre lang (1948-2000) seine Gedanken über das Wesen der Zeit nieder. Sie wurden erst nach seinem Tode entdeckt.
"Der eigentliche Übergang ist nicht von etwas zu etwas, d. h. er ist nicht Veränderung, sondern schlicht und einfach Übergang. Aber es scheint, dass kein Übergang sein kann, ohne dass da zumindest ,etwas' ist, das vorübergeht. So gelangen wir zum Kern des Problems. Wenn ich behaupte, dass etwas sein muss, das vorübergeht, schließe ich ,sein' mit ein?"
Alexandru Dragomir, Chronos