AHA-BUCH

Wissen - Sprache - Raum

Zur Multimodalität der Interaktion im Chemieunterricht
 Taschenbuch
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ISBN-13:
9783823380320
Einband:
Taschenbuch
Erscheinungsdatum:
13.06.2016
Seiten:
282
Autor:
Eva-Maria Putzier
Gewicht:
431 g
Format:
230x156x20 mm
Serie:
71, Studien zur Deutschen Sprache
Sprache:
Deutsch
Beschreibung:

1. Einleitung

2. Fragestellung, Forschungsstand, Datenerhebung
2.1. Fragestellung
2.2. Forschungsstand
2.3. Datenerhebung

3. Der Chemiesaal
3.1. Die Konzepte Interaktionsarchitektur und Sozialtopografie
3.2. Standbildanalyse des Chemiesaals
3.3. Das Konzept Räumliche Relevanztiefe
3.4. Falltranszendierendes Resümee

4. Wahrnehmungsstrukturierung im Chemieunterricht
4.1. Das Konzept Demonstrationsraum
4.2. Die Herstellung des Demonstrationsraums
4.3. Die territoriale Struktur des Demonstrationsraums
4.4. Die Aufrechterhaltung des Demonstrationsraums
4.5. Die Auflösung des Demonstrationsraums
4.6. Die Teilautonomie des Demonstrationsraums
4.7. Fazit

5. Verfahren der Einführung von Objekten
5.1. Die klaren Fälle (I) - Beispiel 1: Siedesteinchen
5.2. Das multimodale Verfahren 'Objektdemonstration'
5.3. Die klaren Fälle (II) - Beispiel 2: Bromthymolblau
5.4. Modifizierung des Konzepts Objektdemonstration
5.5. Die Randfälle
5.6. Kontrastive Fälle
5.7. Übersichtsgrafik zum Verfahren Objektdemonstration
5.8. Zusammenfassung

6. Didaktische Reflexion zentraler Analyseergebnisse
6.1. Die Konzeption De-facto-Didaktik
6.2. Das Anforderungsprofil von Chemielehrern
6.3. Strategien zur Bearbeitung interaktiver Anforderungen im Chemieunterricht
6.4. Fazit

7. Schlussbetrachtung und Ausblick

Literaturverzeichnis
Der Band ist ein empirischer Beitrag zur Analyse von Unterrichtskommunikation. Auf der Grundlage von Videoaufzeichnungen werden interaktive Prozesse im gymnasialen Chemieunterricht unter einer multimodalen Perspektive untersucht. Neben der thematischen Fokussierung sprachlicher Aktivitäten der Beteiligten stehen vor allem körperlich-räumliche Aspekte von Interaktion im Vordergrund, die für Experimentalphasen im Chemieunterricht charakteristisch sind.Hinsichtlich des Ergänzungsverhältnisses von Wissenskommunikation und Wahrnehmungswahrnehmung ist der Chemieunterricht ein besonders interessanter Fall: Wissensvermittlung erfolgt immer dann, wenn auch etwas wahrgenommen, d.h. beobachtet werden soll. So werden fachsprachliche Begriffe fast immer im Rahmen von Demonstrationsphasen eingeführt.
Der Band reinterpretiert in einem abschließenden Kapitel die Analyseergebnisse unter einer didaktischen Perspektive, der sogenannten 'De-facto-Didaktik'. Auf der Basis authentischer Videoaufnahmen aus dem Chemieunterricht werden Verfahren und Strategien offengelegt, die Lehrer zur Lösung zentraler Anforderungen situativ einSetzen. Ziel der De-facto-Didaktik ist dabei nicht die evaluative Gegenüberstellung einzelner Verfahren, sondern das Aufdecken von Chancen und Risiken, die bestimmte Strategien im Rahmen spezifischer Unterrichtsbedingungen mit sich bringen.

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