AHA-BUCH

"Selbst"-Inszenierung in der Videokunst

Die Künstlerin und ihr Körper: Lynda Benglis, Lili Dujourie und Joan Jonas
 Taschenbuch
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ISBN-13:
9783656364634
Einband:
Taschenbuch
Seiten:
56
Autor:
Marie Beckmann
Gewicht:
94 g
Format:
210x148x4 mm
Sprache:
Deutsch
Beschreibung:

Bachelorarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Kunst - Fotografie und Film, Note: 1,0, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (Institut für Kultur und Medien), Veranstaltung: Medien- und Kulturwissenschaft, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Blick auf den weiblichen Körper ist in der westlichen Kunst und Gesellschaft ein geschlechtsspezifischer. Repräsentation und Darstellung der Frau in künstlerischen Medien wie Malerei, Film und Fotografie finden oftmals nur innerhalb eines abgesteckten kulturellen Bildrepertoires statt. Daher wird der weibliche Körper meist ausschließlich als Objekt innerhalb einer vom Blick des männlichen Subjekts bestimmten Szenerie wahrgenommen.In dieser Arbeit wird nun untersucht, inwiefern Video als emanzipatorisches Medium gelten kann, welches einen Handlungsrahmen und -raum bereitstellt, in welchem die Künstlerin inszenierendes Subjekt und inszeniertes Objekt zugleich ist.
Wie verwenden weibliche Künstlerinnen das Medium Video in seiner Frühphase? Wie setzen sie ihre Körper ein und welche neuen Körperbilder entstehen durch diesen Umgang? Welche Strategien sind zu erkennen? Dies sollen Leitfragen der vorliegenden Arbeit sein.
Zu diesem Zwecke wurden insgesamt fünf Arbeiten der Künstlerinnen Lynda Benglis, Lili Dujourie und Joan Jonas ausgewählt, die exemplarisch für eine feministische Videokunst der 1970er Jahre gelten können, da allesamt in einem Zeitraum von 1972 bis 1978 entstanden sind. Neben der Entstehungszeit stellte ein weiteres Auswahlkriterium die Aufnahmesituation dar: Ausgesucht wurden ausschließlich Videoperformances. Diese sind als mediumspezifische Gattung zu verstehen und beschreiben Aktionen, die allein für die Aufnahmesituation und nicht als unmittelbare Performance vor einem Publikum konzipiert wurden. Kamera, Monitor und Rekorder wirken daher nicht bloß dokumentierend, sondern sind dabei unabdingbare Bestandteile der Aktion. Zudem agiert die Künstlerin meist allein vor der Kamera und es werden keine weiteren Personen in den Prozess eingebunden.