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Integration und politische Unterstützung

Eine empirische Untersuchung unter Ausländern
 Ebook
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39,99 €*

ISBN-13:
9783531915050
Einband:
Ebook
Seiten:
195
Autor:
Claudio Caballero
eBook Typ:
PDF
eBook Format:
EPUB
Kopierschutz:
1 - PDF Watermark
Sprache:
Deutsch
Beschreibung:

":Repräsentative empirische Studien über Ausländer sind selten. Vor diesem Hintergrund liefert die Untersuchung von Claudio Caballero auf Basis der Mainzer Ausländerstudie mit fast 1800 Befragten wertvolle Erkenntnisse über Integrationsformen und grundlegende politische Einstellungen von in Deutschland lebenden Ausländern. Die Befürwortung demokratischer Prinzipien sowie die Akzeptanz politischer Institutionen und Akteure konstituieren die Unterstützung des politischen Systems. Der Autor zeigt, dass ein zwar differenzierter, aber dennoch klar positiver Zusammenhang zwischen gesellschaftlicher Integration und politischer Unterstützung besteht. Hier aufgewachsene Ausländer können prinzipiell einen ähnlichen Sozialisationsprozess wie deutsche Staatsbürger durchlaufen, was die Herausbildung eines vergleichbaren, systemstabilisierenden Sets an Grundeinstellungen wahrscheinlich werden lässt. Hingegen können Ausländer als Folge von Integrationsdefiziten negative Einstellungen gegenüber dem politischen System aufweisen. Der Integrationsförderung kommt insofern eine entscheidende Bedeutung zu, als sie langfristig zur Entwicklung von politischer Unterstützung und somit zur Stabilisierung des politischen Systems beiträgt."
"Mitbürger mit Migrationshintergrund?! - Gesellschaftliche Integration - Multikulturelle Gesellschaft? - Zwischen kultureller Diversität und ethnischer Segregation - Integration gleich Assimilation? - Das Konzept der politischen Unterstützung nach Easton - Die Mainzer Ausländerstudie - Zur gesellschaftlichen Integration von Ausländern in Rheinland-Pfalz - Determinanten der politischen Unterstützung"
Deutschland ist ein Einwanderungsland. Eine solche Vermutung drängt sich aug- scheinlich als Schlussfolgerung auf, wenn man Ergebnisse des Mikrozensus aus dem Jahre 2005 betrachtet, welche am 6. Juni 2006 vom Statistischen Bundesamt v- gestellt wurden. Hierbei sind erstmals unter den Befragten Daten zu ihrem ¿Migrationshintergrund¿ erhoben worden. Zu diesen Personen mit Migratio- hintergrund zählt das Bundesamt zugewanderte Ausländer, in Deutschland geborene Ausländer, eingebürgerte Ausländer, Spätaussiedler und die Kinder dieser vier Gruppen. Nach diesen neuen Erkenntnissen stehen den 7,3 Millionen Ausl- dern weitere 8 Millionen Deutsche mit Migrationshintergrund gegenüber ¿ i- gesamt fast 20 Prozent der deutschen Gesamtbevölkerung und somit mehr als doppelt so hoch wie die bisher bekannten Ausländerzahlen. Das Statistische Bundesamt verspricht sich von dieser Quantifizierung, den ¿Integrationsbedarf¿ besser abschätzen zu können, vermeidet aber explizit die Verwendung des Begriffs ¿Einwanderungsland¿ (vgl. Statistisches Bundesamt 2006: 73). Unabhängig von der Wahl solcher Begrifflichkeiten ist es mittlerweile breiter politischer Konsens, dass sich das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund unter dem Dach einer Grundordnung zu einem der Top-Themen auf der politischen Agenda westlicher Industrienationen entwickelt hat. Die Ursache hierfür ist grundsätzlich in Wanderungsbewegungen zu sehen, welche im europäischen bzw. im internationalen Raum angestiegen sind, was zeigt, dass der Wunsch nach einem Leben in physisch sicheren und wirtschaftlich wo- habenden Nationen ungebrochen ist.

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