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Von Rom nach Amsterdam

Die Metamorphosen des Geschlechts in der Europäischen Union
 Ebook
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36,99 €*

ISBN-13:
9783531914442
Einband:
Ebook
Seiten:
212
Autor:
Theresa Wobbe
eBook Typ:
PDF
eBook Format:
EPUB
Kopierschutz:
1 - PDF Watermark
Sprache:
Deutsch
Beschreibung:
"Als am 25. März 1957 die ?Europäische Wirtschaftsgemeinschaft? (EWG) gegründet wurde, verpflichteten sich die Mitgliedstaaten auf das Prinzip der Lohngleichheit für Frauen und Männer. In diesem Buch wird gezeigt, wie diese Vorgabe trotz der geschlechterpolitischen Stille der Nachkriegszeit verankert werden konnte und auf dem Weg von Rom nach Amsterdam verschiedene Metamorphosen erfahren hat. In einer institutionalistischen Sicht wird herausgearbeitet, dass die supranationale Gleichheitsidee in einem System, das selbst ständig im Wachstum begriffen ist, ebenfalls wächst und dass mit dem Vertrag von Amsterdam (1997) der Gleichheitsanspruch erheblich ausgeweitet wird. Dieser Wandel des Geschlechts ist Teil einer supranationalen Umcodierung der Gleichheit, die in eine übergreifende globale Struktur eingebettet ist."
"Nationalstaat, Geschlecht und supranationale Gleichberechtigungsnormen - Die Genese supranationaler Gleichberechtigungsnormen: Die Lohngleichheit im Kontext des Gemeinsamen Marktes und internationaler Sozialstandards - Die Stabilisierung des Pfades: Gleichberechtigung im Medium des Rechts - Die Initiierung einer Strukturebene für Gleichberechtigung im Kommissionsbereich und im Europäischen Parlament - Gleichberechtigung im Sog des Binnenmarktes: Soziale Mindeststandards in der europäischen Wettbewerbsregion - Interferenzen von Geschlechtergleichheit und Diskriminierungsverbot - Zusammenfassung und Ausblick: Die Metamorphosen der Gleichheit"
Theresa Wobbe und Ingrid Biermann Die Metamorphosen des Geschlechts In diesem Buch haben wir gezeigt, dass in der zweiten Hälfte des 20. Jahrh- derts zunächst ohne feministische Agenda ein supranationales Geschlecht- skript entsteht. Dieses mit dem market-building der EWG verflochtene Konzept unterscheidet sich von der Gleichheitsidee, die im Zuge des europäischen nati- building verankert wird. Im Unterschied zum 19. Jahrhundert, als die nationale Institutionalisierung des Geschlechts im Medium der Differenz erfolgt, findet nach 1945 eine Umstellung auf Gleichheit statt, die an dem Abbau von Unt- schieden im Gemeinsamen Markt ausgerichtet ist. Wir haben herausgearbeitet, dass und wie dieses supranationale Geschlechterskript mit dem neuen Markt entsteht und wächst. I. Am Anfang stand unsere Frage nach der Unwahrscheinlichkeit der Gleichhei- normen angesichts der geschlechterpolitischen Stille der 1950er Jahre. Die ins- tutionellen Voraussetzungen dieser Normen und ihre Wachstumschancen, dies machen die Ergebnisse der ersten beiden Kapitel deutlich, sind in die supranat- nale Strukturbildung eingebettet, die mit der Gründung der EWG einsetzt. Mit dieser Marktkonstruktion werden nationale Vergleichsmaßstäbe in ein neues Licht gerückt, so dass sich die Beobachtung von und die Erwartung an Glei- heit verändern. Im Freizügigkeits- wie im Lohngleichheitsprinzip ist diese Gleichheitsvorstellung konkretisiert. Dieser Befund zeigt: Die Entgeltvorgabe wird zwar aufgrund von Wettbewerbsinteressen thematisiert, doch deswegen ist sie keineswegs auf eine wirtschaftliche Dimensionen zu verengen. Sie ist vi- mehr durch die neu entstehenden sozialen Erwartungen und kognitiven Schemata geprägt.

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