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Älterwerden neu denken

Interdisziplinäre Perspektiven auf den demografischen Wandel
 Ebook
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40,00 €*

ISBN-13:
9783531911090
Einband:
Ebook
Seiten:
292
Autor:
Sylvia Buchen
eBook Typ:
PDF
eBook Format:
EPUB
Kopierschutz:
1 - PDF Watermark
Sprache:
Deutsch
Beschreibung:

"Sinkende Geburtenraten und eine steigende Lebenserwartung sind in hochentwickelten Industriegesellschaften weltweit feststellbare Phänomene, die in Politik, Medien und Wissenschaften widersprüchlich diskutiert werden: Zum einen wird mit einer Krisenrhetorik vor einer ?schrumpfenden?, ?vergreisten? Gesellschaft bzw. einer ?Rentnerdemokratie? gewarnt und damit der Generationenkonflikt ins Zentrum gerückt. Zum anderen wird ein Ideal des Alters propagiert, das Aktivität, Selbstverantwortung und die Bereitschaft zu ?lebenslangem Lernen? für erstrebenswert erklärt und damit direkt an den Diskurs der New Economy anschließt. Dieser Band beansprucht der ideologischen ?Demografisierung? sozialer Probleme entgegenzuwirken und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Älterwerden nicht nur neu zu denken ist, sondern auch, wie ein selbstbestimmtes und würdiges Leben (bis zum Tod) gestaltet werden kann. Dazu werden aktuelle (und historische) Diskurse zum demografischen Wandel und zur Kultur des Alter(n)s aus interdisziplinären Perspektiven kritisch beleuchtet."
"Älterwerden aus bildungstheoretischer und kulturwissenschaftlicher Sicht - Älterwerden aus gendertheoretischer Perspektive - Älterwerden und Lebens- und Wohnformen - Älterwerden aus gesellschaftspolitischer Sicht"
tion, Lücken, die durch den Geburtenrückgang entstehen, zu schließen. Der Begriff und die Konzepte Lebenslangen Lernens liefern die ideologische Begründung für die Notwendigkeit, sich lebenslänglich fit-for-the-job zu halten: Integration in den Arbeitsmarkt bedeutet, wie prekär das Arbeitsverhältnis auch sein mag, gesellschaftliche Teilhabe. Demzufolge kommen neuere Konzepte Lebenslangen Lernens wie z. B. die Learning Communities auch in einer zivilgesellschaftlichen Fortschrittsrhetorik daher (active citizenship, inclusive society, employability etc. ) (vgl. Buchen i. d. B. ). Es versteht sich von selbst, dass die Bereitschaft, die eigene Beschäftigungsfähigkeit bis ins hohe Alter durch Lebenslanges Lernen sicherzustellen, zukünftig vor allem von denjenigen Arbeitnehmer(inne)n erwartet wird, die ansonsten von Altersarmut betroffen wären. Der Employability-Diskurs dominiert dabei nicht nur die Arbeitsmarkt- und B- dungspolitik, er wirkt sich auch auf das Verhältnis von Arbeit und Freizeit aus: Um ihre Beschäftigungsfähigkeit zu sichern, sind die Individuen zur Einhaltung von Grenzwerten in allen Lebenslagen angetrieben (Lange/Szymenderski 2007: 231): zur zeitökonomischen Optimierung der alltäglichen Versorgung, der individuellen Regeneration, der Gestaltung von familiären und persönlichen Beziehungen sowie zur Effizienzsteigerung von Erholungsaktivitäten. Kaum verwundert deshalb, dass auch die familienpolitischen Strategien in die Argumentation von Produktions- und Effektivitätssteigerung eingebettet sind: So wurde bereits der Familienbericht der Bundesregierung von 1994 mit dem Untertitel Zukunft des Humanvermögens (BMFSFJ 1994) veröffentlicht.

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