Die programmatische Entwicklung der PDS

Kontinuität und Wandel der Politik einer sozialistischen Partei
 Taschenbuch
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ISBN-13:
9783531172156
Einband:
Taschenbuch
Erscheinungsdatum:
01.03.2010
Seiten:
488
Autor:
Sebastian Prinz
Gewicht:
632 g
Format:
213x154x30 mm
Sprache:
Deutsch
Beschreibung:
Kontinuität und Wandel der Politik einer sozialistischen Partei
Mit einem Geleitwort von Prof. Dr. Anton Pelinka
Traditionell hat Programmatik für sozialistische Parteien eine besondere Bedeutung. Zeit ihres Bestehens wurde in der PDS sehr intensiv und kontrovers über programmatische Fragen diskutiert. Diese Arbeit analysiert die programmatische Entwicklung der PDS einschließlich ihrer Strömungen, Plattformen etc. von der Umbenennung der SED bis zur Fusion mit der WASG.

Untersucht werden unter anderem die folgenden Fragen: Was verstand die PDS unter Sozialismus und Demokratie? Wie stand sie zur Marktwirtschaft und zum Privateigentum? Akzeptierte die Partei die repräsentative Demokratie? Welchen Stellenwert hatten für die PDS Mitarbeit in den Parlamenten und außerparlamentarische Aktivitäten? Wie entwickelte sich die Diskussion um Opposition, Tolerierung und Regierung? Strebte die PDS nach einer Revolution oder nach Reformen? Stand die Partei auf dem Boden des Grundgesetzes? Wie ging sie mit der Geschichte von SED und DDR um?
Aus dem Inhalt:
Einleitung - Innerparteiliche Richtungen - Programme und programmatische Dokumente - Wirtschaftspolitische Ziele - Demokratieauffassung - Politische Handlungsmöglichkeiten - Antifaschismus und Haltung zur Nation - Geschichtsbild - Verhältnis zu anderen Parteien und Organisationen - Formale Charakteristiken der Programmdebatte - Vergleich zwischen der Programmatik und der Politik der PDS - Zusammenfassung und Ausblick
Von Anfang an war das Verhältnis von Theorie und Praxis sowohl der erkenntnistheoretische Angelpunkt als auch das politische Dilemma der marxistischen Theorie. Von Anfang war klar, dass es sich bei den beiden Begriffen um weitgehend inkompatible Kategorien handelt. So wie Denken und Handeln im realen Leben zusammengeführt werden müssen, um als Einheit wirksam werden zu können, so müssen auch Theorie und Praxis zusammengeführt werden. Erst die Einheit von Denken und Handeln konstituiert eine lebendige Biographie. In Gesellschaften, die von Ritus und Mythos getragen sind, entsteht die Einheit von Theorie und Praxis - der individuellen Biographie vergleichbar - scheinbar naturwüchsig. Die Einheit von Theorie und Praxis aber lässt sich in komplexen Gesellschaften nur als Artefakt, als soziales Konstrukt realisieren. Sie ist damit Ausdruck politischen Denkens und politischen Handelns. In modernen, von immer schnelleren Umbrüchen markierten Gesellschaften wird der soziale Wandel zur zentralen politischen Aufgabe. Das konstituiert sowohl eine begriffliche als auch eine politische, als auch schließlich eine humanitäre Aufgabe. Die Moderne muss die Produktion - eigentlich die Produkte - des Wandels immer neu und immer häufiger justieren. Woanders hat man ein solches Tun "self-management" genannt. Auch für den Marxismus wird daher das Management des sozialen Wandels - gelegentlich verkürzt Revolution genannt - zu ihrer zentralen Aufgabe. Das erklärt die vielfältigen und differenzierten Konzepte, auch die vielen Polemiken und Leidenschaften, die der Marxismus dazu entwickelt hat. Viele davon haben bekanntlich in den Gulag geführt.

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