AHA-BUCH

Young Urban Poor

Abstiegsprozesse in den Zentren der Sozialstaaten. Diss. Hrsg.: Hochschule für Soziale Arbeit
 Taschenbuch
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ISBN-13:
9783531142586
Einband:
Taschenbuch
Seiten:
339
Autor:
Matthias Drilling
Gewicht:
575 g
Format:
240x170x mm
Sprache:
Deutsch
Beschreibung:

6.7.2004
1 Einleitung.- 1.1 Wohlfahrt und Sozialstaatlichkeit.- 1.2 Städte als empirische Orte und soziale Landschaften.- 2 "Young urban poor": (noch) kein Thema.- 3 Theoretische Erklärungen des Modernisierungsrisikos Armut: Der "Capability-Ansatz" von Amartya Sen und die Erweiterungen.- 3.1 Ausgangslage: Von den Klassen- und Schichtmodellen zur Individualisierungsthese von Beck.- 3.1.1 Soziale Ungleichheit und Armut aus der Sicht der Klassen-und Schichtmodelle.- 3.1.2 Das Konzept der "neuen Armut" von Beck.- 3.2 Der "Capability-Ansatz" von Sen.- 3.2.1 Armut aus der Perspektive der Handlungsfreiheit.- 3.2.2 Fähigkeiten zu handeln ("capabilities"), tatsächliche Möglichkeiten ("funetionings") und erreichte Ziele ("achievements").- 3.2.3 Messbarkeit von "capabilities".- 3.2.4 Das "Entitlement-Konzept".- 3.2.5 "Extended entitlements".- 3.3 Die Erweiterung des "Capability-Ansatzes": Bourdieus Lebensstilforschung.- 3.3.1 Kulturelles Kapital.- 3.3.2 Soziales Kapital.- 3.3.3 Positionierung im sozialen Raum.- 3.4 Fazit: Armut als Verlust von Handlungsfähigkeiten ("capability deprivation").- 4 "Young urban poor" - Verarmungsprozesse ("capability deprivation") in städtischen Räumen.- 4.1 Folgen der Individualisierung bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen: DeStabilisierung, Risiko und Armut.- 4.1.1 Beziehungskapital im Zeichen familialer Entwicklungspfade.- 4.1.2 Kulturelles und soziales Kapital in der Jugendkultur.- 4.1.3 Risikoverhaltensweisen und Jugendliche "at risk".- 4.1.4 Armut von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen sowie die Bedeutung krisenhafter Übergänge.- 4.1.5 Fazit: Die Bedeutung des sozialen und kulturellen Kapitals bei der Analyse von "capabilities" bei jungen Menschen.- 4.2 Folgen der Modernisierung für den städtischen Raum: Fragmentierung, Segmentierung und Milieus der Armut.- 4.2.1 Prozesse der Segregation und Spaltung.- 4.2.2 Soziale Schliessung und "gentrification".- 4.2.3 Exklusion.- 4.2.4 Benachteiligte Wohngebiete, Wohnumfeldeffekte und Milieu der Armut.- 4.2.5 Fazit: Soziale Positionen im städtischen Raum und ihre spezifische Reproduktion.- 5 Herleitung des Analyserahmens.- 5.1 Vorschläge zur Messung von Armut bei Jugendlichen.- 5.2 Vorschläge für die Typisierung von Sozialhilfe beziehenden Personen.- 5.3 Fazit: Analyserahmen zur Messung der Handlungsfähigkeit der "young urban poor".- 6 Die 18- bis 25-jährigen Sozialhilfe beziehenden jungen Erwachsenen in Basel.- 6.1 Differenzierungsprozesse in der Stadt Basel: Ausgangslage.- 6.2 Forschungsdesign der empirischen Studie.- 6.2.1 Untersuchungspopulation.- 6.2.2 Datengrundlage.- 6.2.3 Untersuchungsdesign: Quantitativer und qualitativer Studienteil.- 6.3 Bedingungsfaktoren bei Eintritt in die Sozialhilfe.- 6.3.1 Sozialhilfedichte.- 6.3.2 Unterstützungsgründe.- 6.3.3 Verweildauer in der Sozialhilfe.- 6.3.4 Migrationsverhalten.- 6.3.5 Zivilstand und Haushaltssituation.- 6.3.6 Zahl der Kinder und Haushaltsmitglieder.- 6.3.7 Einkommen und Verschuldung.- 6.3.8 Schulische Bildung.- 6.3.9 Berufsabschluss.- 6.3.10 Aktuelle Tätigkeit.- 6.3.11 Aufenthaltsstatus.- 6.3.12 Herkunftsfamilie.- 6.4 Fazit: Zur Handlungs(un)fähigkeit junger Erwachsener in der Stadt.- 7 Handlungsfähigkeit junger Erwachsener bei Eintritt in die Sozialhilfe: Die Typologie.- 7.1 Methodische Überlegungen.- 7.2 Dimensionsreduktion mittels Faktorenanalyse.- 7.3 Typenbildung mittels Clusteranalyse.- 7.4 Die 5-Cluster-Lösung.- 7.5 Fazit: Junge Erwachsene beim Eintritt in die Sozialhilfe zwischen Mangel-, Armuts- und Exklusionslage.- 8 Wege in und durch die Sozialhilfe und die Bedeutung der Stadt.- 8.1 Typ 1: "Pioniere der Post-Individualisierung": Institutionell gerahmte Integrationsprozesse in Mangellagen in der bedeutungslosen Stadt.- 8.1.1 Situation bei Eintritt in die Sozialhilfe: Pioniere der Post-Individualisierung (Eintrittstyp 1).- 8.1.2 Idealtypische Fälle: Übersicht.- 8.1.3 Wege in die Sozialhilfe: Subjektive Erklärungen.- 8.1.4 Wege durch die Sozialhilfe: Institutionell
Die Zahl der jungen Menschen, die in den europäischen Städten auf Sozialhilfe angewiesen sind, istin den letzten Jahren stark gestiegen. Die vorliegende Arbeit verbindet sozialwissenschaftliche Erkenntnisse (insbesondere von Ulrich Beck, Pierre Bourdieu und Amartya Sen) für eine theoretische Erklärung dieser Entwicklung und skizziert einen Analysenrahmen zur dynamischen Betrachtung von Armut junger Menschen im städtischen Kontext. Am Beispiel der 18- bis 25-jährigen Sozialhilfeempfänger in der Stadt Basel werden Eintritts- und Verlaufstypen sowie die Bedeutungen der Stadt dargestellt. Interviews mit jungen Erwachsenen zeigen, wie sich soziale Abstiegsprozesse vollziehen und wo staatliches Handeln nötig wird.