In Stalins Gefolgschaft

Moskau und die KPD 1928-1933
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ISBN-13:
9783486582550
Einband:
Buch
Erscheinungsdatum:
01.06.2007
Seiten:
395
Autor:
Bert Hoppe
Gewicht:
675 g
Format:
238x157x29 mm
Serie:
74, Studien zur Zeitgeschichte
Sprache:
Deutsch
Beschreibung:
Bislang galten die deutschen Kommunisten der Weimarer Republik als gehorsame Befehlsempfänger Moskaus, die peinlich darauf bedacht waren, nicht von der Linie der Komintern abzuweichen. Dass die Beziehungen zwischen KPD und Komintern jedoch sehr viel widersprüchlicher und komplexer waren, zeigt nun Bert Hoppe auf der Basis von jüngst zugänglich gewordenen Dokumenten aus osteuropäischen Archiven.
Hoppe schildert nicht nur, wie Stalin die Politik der KPD beeinflusste, indem er sein System persönlicher Gefolgschaft auf die deutsche Partei übertrug - er zeigt auch, dass das Verhältnis zwischen den deutschen und sowjetischen Kommunisten häufig von Missverständnissen und Argwohn, die aus ihrer unterschiedlichen politischen Sozialisation erwuchsen, geprägt war.

Diese Faktoren, so kann Hoppe nachweisen, führten schließlich zu dem paradoxen Ergebnis, dass der sowjetische Diktator seinen Willen in Streitfällen zwar stets gegen die KPD-Spitze durchsetzen konnte, die Moskauer Führung ihre Politik bezüglich der deutschen Partei letztlich aber als eine durchgehende Reihe von Misserfolgen betrachten musste.
1;Inhalt;6
2;Vorwort;10
3;Einleitung;12
3.1;Ein stalinistisches Marionettentheater?;12
3.2;Die deutschen Kommunisten, das bolschewistische Modell und die sowjetische Realit t;22
4;I. Seilschaften und Hierarchien;32
4.1;1. Thälmanns Sturz;33
4.2;2. Moralischer Fimmel versus bolschewistische Disziplin;40
4.3;3. Die unwillkommene Radikalisierung;45
4.4;4. Kommunikationsprobleme;51
4.5;5. Die Entmachtung der Versöhnler ;55
4.6;6. Ein Stellvertreterkrieg;60
4.7;7. Säuberungen ;65
4.8;8. Stalins personale Netze;70
4.9;9. Die Autorität Stalins und die Autoritätsprobleme der Komintern;86
4.10;10. Musterknaben;97
4.11;11. Handlungsspielräume?;103
5;II. Ein au enpolitisches Instrument?;106
5.1;1. Priorität der Sowjetunion;107
5.2;2. Ideologie und Realpolitik;110
5.3;3. Im Sande verlaufen;127
6;III. Zwischen Aufstand und Aufruhr;142
6.1;1. Moskau und der Berliner Blutmai von 1929;142
6.2;2. Die Furcht vor dem "Putschismus";149
7;IV. Die Krise der Sozialfaschismus -Doktrin;158
7.1;1. Der halbherzige Kampf gegen ultralinke Tendenzen;159
7.2;2. Der Aufstieg der NSDAP und das Ende der Großen Koalition;164
7.3;3. Der Disput um die "aschistische Diktatur";170
8;V. Die nationalsozialistische Konkurrenz;176
8.1;1. Marxistischer Nationalismus und sowjetische Nationalit tenpolitik;177
8.2;2. Die nationalpopulistische Wende der KPD;182
8.3;3. Über das Ziel hinausgeschossen;198
9;VI. Der "wiederentdeckte" Hauptgegner;204
9.1;1. Eine gute Gelegenheit;204
9.2;2. Ein innerparteilicher Schachzug mit Folgen;208
9.3;3. Reaktionen;213
9.4;4. Außenpolitik oder Revolutionserwartung?;220
10;VII. Zusammenprall der Kulturen;228
10.1;1. Schwatzende Salonbolschewisten und schweigsame Revolutionäre;230
10.2;2. Vegetarische Parteien und gläserne Funktionäre;240
10.3;3. Vom Versuch, ein "Neuer Mensch" zu werden;251
10.4;4. Katholische Hausfrauen in der KPD;262
10.5;5. Fundamentalopposition versus "Legalismus";270
11;VIII. Von der "Dritten Periode" zum "Dritten Reich";292
11.1;1. "Das Geschrei über Hitler";293
11.2;2. Wahrnehmungsmuster;302
11.3;3. Von der Unterschätzung Hitlers zur vorauseilenden Appeasement- Politik;312
11.4;4. Der Untergang des deutschen Kommunismus;324
12;IX. Selbstzerstörung;330
12.1;1. Wetteifern um Stalins Gunst;331
12.2;2. Föhrerbild und Rollenverteilung;338
12.3;3. Todsönde Illoyalität;344
12.4;4. Verschwörer;349
13;Fazit;356
13.1;Stalins Gefolgschaft und die Anleitung der KPD;357
13.2;Sowjetische Außenpolitik, Revolutionserwartung und die Gegnerfrage;362
14;Abkürzungsverzeichnis;368
15;Zur Transkription russischer Begriffe und Namen;371
16;Quellen und Literatur;372
16.1;Ungedruckte Quellen;372
16.2;Gedruckte Quellen und zeitgen ssische Ver ffentlichungen;374
16.3;Literatur;380
17;Personenregister;394
Bislang galten die deutschen Kommunisten der Weimarer Republik als gehorsame Befehlsempfänger Moskaus, die peinlich darauf bedacht waren, nicht von der Linie der Komintern abzuweichen. Dass die Beziehungen zwischen KPD und Komintern jedoch sehr viel widersprüchlicher und komplexer waren, zeigt nun Bert Hoppe auf der Basis von jüngst zugänglich gewordenen Dokumenten aus osteuropäischen Archiven. Hoppe schildert nicht nur, wie Stalin die Politik der KPD beeinflusste, indem er sein System persönlicher Gefolgschaft auf die deutsche Partei übertrug - er zeigt auch, dass das Verhältnis zwischen den deutschen und sowjetischen Kommunisten häufig von Missverständnissen und Argwohn, die aus ihrer unterschiedlichen politischen Sozialisation erwuchsen, geprägt war. Diese Faktoren, so kann Hoppe nachweisen, führten schließlich zu dem paradoxen Ergebnis, dass der sowjetische Diktator seinen Willen in Streitfällen zwar stets gegen die KPD-Spitze durchsetzen konnte, die Moskauer Führung ihre Politik bezüglich der deutschen Partei letztlich aber als eine durchgehende Reihe von Misserfolgen betrachten musste.

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