Eine kriminologische Betrachtung des Selbstmordattentats

 Taschenbuch
Sofort lieferbar | Lieferzeit:3-5 Tage I

66,00 €*

Alle Preise inkl. MwSt. | zzgl. Versand
ISBN-13:
9783428129577
Einband:
Taschenbuch
Erscheinungsdatum:
06.08.2009
Seiten:
223
Autor:
Johanna Heusel
Gewicht:
303 g
Format:
232x156x15 mm
Serie:
15, Kriminologische und sanktionenrechtliche Forschungen
Sprache:
Deutsch
Beschreibung:
Aus dem Inhalt:
Einleitung - 1. Teil: Definition des Untersuchungsgegenstandes: Definition, Typologie und Phänomenologie des Selbstmordattentats - Zum Suizid - Abgrenzung zur Amoktat - Beispiel zweier Organisationen, die Selbstmordattentate einsetzen - 2. Teil: Das Selbstmordattentat und Kriminalitätstheorien: I. Kriminalitätstheorien - eine Einleitung - II. Makrokriminologische Theorien: Die Anomietheorie Emile Durkheims und das anomische Selbstmordattentatsmodell - Subkulturtheorien und das Selbstmordattentat - Selbstmordattentate und der Kulturkonflikt im Sinne Thorsten Sellins - III. Psychologische Überlegungen zum Selbstmordattentat: Das Selbstmordattentat vor dem Hintergrund des Freudschen Instanzenmodells - Das Selbstmordattentat als Ausdruck einer narzisstischen Kränkung - Das Selbstmordattentat als Ausdruck des Gehorsams bzw. der Autoritätshörigkeit? - IV. Kritische Kriminologie: Labeling Approach - Der feministische Ansatz - 3. Teil: Datenerhebung: Einleitung - Methodenwahl und Durchführung - Erhobene Daten - Auswertung der Daten - Zusammenfassung der Ergebnisse - Literatur- und Sachverzeichis
Selbstmordattentate sind spätestens seit dem 11. September 2001 ein zentrales Thema des medialen Interesses. Doch was ist dran an dem Bild des fanatischen Einzeltäters, der sich im Kreuzzug gegen die "Ungläubigen" befindet?
In einem phänomenologischen Teil gibt Johanna Heusel einen Überblick über die "Eckdaten" der Täter, den Ablauf eines Attentats und die Organisationen, die Selbstmordattentate einsetzen. Darüber hinaus untersucht sie die Verwandtschaft von Amoklauf und Selbstmordattentat und trägt dem "selbstvernichtenden" Aspekt des Selbstmordattentats Rechnung. Beispielhaft stellt sie zwei Organisationen vor, die Selbstmordattentate einsetzen. Die Autorin arbeitet eine Typologie von Selbstmordattentaten heraus. Anschließend bezieht sie makro- und mikrokriminologische Kriminalitätstheorien in ihre Untersuchung ein, analysiert Teilaspekte eines Attentats und kann diese sowohl auf der systemischen als auch auf der individuellen Ebene einordnen. Interviews, entstanden im Rahmen einer Forschungsreise der Autorin ins Westjordanland mit fünf Familien von Attentätern, stehen im Mittelpunkt des dritten Teils.

Johanna Heusel zeigt, dass es nicht "das" Selbstmordattentat gibt, sondern nur Taten, die abhängig sind von deren Sinngehalt, von dem situativen Kontext und den Akteuren, die sie begangen haben. Auch die Suche nach "dem Profil" des Attentäters bleibt ohne Erfolg. Es zeigen sich jedoch bestimmte Auffälligkeiten, welche teilweise Rückschlüsse auf die den jeweiligen Organisationen zugrunde liegenden Ideologien, auf Arbeitsweisen der Organisationen sowie auf bestimmte Charakteristika des Selbstmordattentats zulassen.

Kunden Rezensionen

Zu diesem Artikel ist noch keine Rezension vorhanden.
Helfen sie anderen Besuchern und verfassen Sie selbst eine Rezension.