Von der Balance of Power zur Hegemonie

Ein Beitrag zur europäischen Diplomatiegeschichte zwischen Austerlitz und Jena/Auerstedt 1805 - 1806
 Pb
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ISBN-13:
9783428121267
Einband:
Pb
Erscheinungsdatum:
01.09.2006
Seiten:
290
Autor:
Amir D. Bernstein
Gewicht:
389 g
Format:
234x157x14 mm
Serie:
84, Historische Forschungen
Sprache:
Deutsch
Beschreibung:
Einleitung: Problemfeld und Methode
- Forschungsstand und Quellenbasis

- A. Historischer Hintergrund und Rahmenbedingungen: Zur Geschichte der europäischen Balance of Power
- Die Akteure

- B. Balance of Power oder Hegemonie: Die antifranzösische Koalition
- Talleyrand, Napoleon und das europäische Gleichgewicht
- Napoleons Friedensstiftung in Mitteleuropa
- Preußen und die napoleonische Neuordnung
- Exkurs: Spannungen in der Peripherie und auf dem Kontinent

- C. Vom Rheinbund zu einer confederation du nord de l'Allemagne: Die Anfänge der europäischen Neuordnung
- Exkurs: Zum Ursprung der norddeutschen Politik Preußens
- Territorialpolitik: Preußen, Kurhessen und der Nordbund
- Politisch-kulturelle Diskrepanz: Kursachsen, Preußen und der Nordbund
- Handels- und Außenpolitik: Preußen, die Hansestädte und der Nordbund
- D. Auf dem Weg zum Retablissement?: Der Oubril-Vertrag
- England, Talleyrand und die kontinentale Neuordnung
- Vom Retablissement zum Umbruch
- Der Weg nach Jena
- Von der Balance of Power zur Hegemonie
- E. Schlussbetrachtungen: Strukturwandel auf dem Kontinent
- Europa und der Orient
- Außenpolitik und außenpolitische Praxis
- Frieden und Krieg
- Diplomatie im Übergang
- F. Quellen- und Literaturverzeichnis: Archivalien
- Gedruckte Quellen
- Zeitungen, Zeitschriften und Periodika
- Lexika
- Sekundärliteratur
- G. Anhang: Kurzbiographien
- Personen-, Orts- und Sachregister
Vor 200 Jahren lieferten sich Frankreich und Preußen bei Jena/Auerstedt eine entscheidende Schlacht. Dem Tag der preußischen Kapitulation vor Napoleons Grande Armée, dem 14. Oktober 1806, kommt in der deutschen Historiographie ein überragender Stellenwert zu. Als Symboldatum für den Zerfall und die Selbsterneuerung Preußens prägte die Doppelschlacht die Geschichtsschreibung über die Epoche hinaus. Forschungskapazitäten wurden demnach auf die Ereignisse von 1806 und auf deren Bedeutung für Preußen und für den Verlauf der deutschen Geschichte gelenkt. Dies überschattete jedoch die Relevanz von Jena/Auerstedt für Europa und dessen strukturelle Entwicklung.
Vor diesem Hintergrund wird die Tragweite der historischen Begebenheiten im Jahre 1806 auf europäischer Ebene ausgelotet. Mittels einer minuziösen Rekonstruktion unterzieht Bernstein das Netz der zwischenstaatlichen Beziehungen einer eingehenden Analyse. Die dabei erschlossenen neuen Faktizitäten offerieren das Fundament für die Auswertung des bekannten Geschichtsablaufs. So entfalten sich im Licht außenpolitischer Projekte - der Rhein- und der Nordbund, die Friedenskonferenzen zwischen Frankreich und Russland respektive England - verschiedene und teilweise gegensätzliche Entwicklungslinien in der Diplomatiegeschichte der Übergangszeit, die mit der Schlacht im Saaletal ausklang. Dem Verfasser gelingt es dabei, die komplexen Zusammenhänge zwischen Staatensystem, außenpolitischen Interessen und innenpolitischen Zwängen sichtbar werden zu lassen. Damit tangiert er zugleich die Kernfrage des Strukturwandels im napoleonischen Europa und stellt eine Neugewichtung der Diplomatiegeschichte dieser Zeitspanne auf.

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