Transnationales 'ne bis in idem'

Zum Verbot der Mehrfachverfolgung in horizontaler und vertikaler Dimension
 Taschenbuch
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ISBN-13:
9783428119004
Einband:
Taschenbuch
Erscheinungsdatum:
01.10.2005
Seiten:
460
Autor:
Roland Michael Kniebühler
Gewicht:
623 g
Format:
229x152x27 mm
Serie:
104, Schriftenreihe des MPI für ausländ. und internat. Strafrecht. Reihe S: Strafrechtl. Forschungsb.
Sprache:
Deutsch
Beschreibung:
Inhaltsübersicht: Vorwort - Abkürzungsverzeichnis -1 Allgemeine Einführung - Erstes Kapitel: Innerstaatliches ne bis in idem: Vorbemerkungen -
2 Das innerstaatliche ne bis in idem in Deutschland -
3 Das innerstaatliche ne bis in idem in Belgien -
4 Zusammenfassende Bewertung der Lösungen - Zweites Kapitel: Transnationales ne bis in idem in horizontaler Richtung:
5 Generelle Problembeschreibung horizontaler Kompetenzverteilung -
6 Theoretische Ansätze zur Lösung positiver Kompetenzkonflikte -
7 Kritische Auseinandersetzung mit dem Konzept eines transnationalen ne bis in idem in horizontaler Dimension -
8 Lösungsansätze im deutschen und belgischen Recht -
9 Zusammenfassende Bewertung der Lösungsansätze auf nationaler Ebene -
10 Europäische Lösungsansätze vor dem Schengener Durchführungsübereinkommen (SDÜ) -
11 Europäische Lösungsansätze durch das Schengener Durchführungsübereinkommen (SDÜ) -
12 Europäische Lösungsansätze nach dem Schengener Durchführungsübereinkommen (SDÜ) -
13 Zusammenfassende Bewertung der Lösungsansätze auf europäischer Ebene -
14 Lösungsansätze auf völkerrechtlicher Ebene -
15 Zusammenfassende Bewertung der Lösungsansätze auf völkerrechtlicher Ebene -
16 Rechtspolitische Erwägungen im Hinblick auf eine internationale Normativierung eines transnationalen ne bis in idem in horizontaler Dimension - Drittes Kapitel: Transnationales ne bis in idem in vertikaler Richtung:
17 Gefahr mehrfacher Strafverfolgung im vertikalen Kontext -
18 Wege zur Vermeidung drohender Mehrfachverfolgung im vertikalen Kontext -
19 Lösungsansätze auf internationaler Ebene -
20 Zusammenfassende Bewertung der vertikalen Problematik -
21 Horizontales ne bis in idem auf internationaler Ebene -
22 Gesamtzusammenfassung: Transnationales ne bis in idem - Anhang: Auszüge aus einschlägigen internationalen Instrumenten - Literaturverzeichnis
Die Gefahr, aufgrund eines positiven Kompetenzkonflikts mehrfacher Strafverfolgung ausgesetzt zu sein, stieg in den letzten Jahren beständig. Dies ist einerseits auf die wachsende Mobilität der Individuen und die zunehmende Datenvernetzung (Informationsverbund) zurückzuführen und andererseits auf die systembedingte Selbstbezogenheit nationaler Rechtsordnungen mit traditionell konkurrierenden Strafverfolgungskompetenzen. Die Errichtung internationaler Tribunale fügte dieser Problematik noch eine weitere Komponente hinzu. Dies macht es notwendig, über eine transnationale Ausdehnung des ne bis in idem-Grundsatzes sowohl in horizontaler als auch in vertikaler Dimension nachzudenken.Der Autor beginnt seine Untersuchungen bei der Behandlung des rein innerstaatlichen ne bis in idem nach der deutschen und belgischen Rechtsordnung. In einem zweiten Schritt untersucht er, wie die transnational-horizontale Ausdehnung des ne bis in idem-Grundsatzes auf der nationalen (Deutschland und Belgien), europäischen und völkerrechtlichen Legislationsebene geregelt wird. Maßgeblichen Raum nimmt dabei eine Interpretation der Art. 54 ff. SDÜ ein. Schließlich behandelt er die transnational-vertikale Ausdehnung des ne bis in idem-Grundsatzes, wie sie in den Statuten der Internationalen Strafgerichtshöfe für das ehemalige Jugoslawien und für Ruanda sowie des Internationalen Strafgerichtshofs angelegt ist.In Ergänzung hierzu fragt Roland Michael Kniebühler nicht nur nach einer idealen Ausgestaltung des ne bis in idem-Grundsatzes selbst, sondern auch nach der Tragfähigkeit alternativer Lösungskonzepte zur Vermeidung positiver Kompetenzkonflikte in horizontaler und vertikaler Dimension. Hier zeigt sich deutlich, dass der ne bis in idem-Grundsatz nicht ersetzt, sondern vielmehr ergänzt werden sollte: im Vorfeld durch Kompetenzabstimmung und koordinierte Strafverfolgung und im Anschluss vom Anrechnungsprinzip (Drei-Stufen-Modell).

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