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Philosophische Anthropologie als Lebenspolitik

Deutsch-jüdische und pragmatistische Moderne-Kritik
 HC runder Rücken kaschiert
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ISBN-13:
9783050046051
Einband:
HC runder Rücken kaschiert
Erscheinungsdatum:
15.12.2008
Seiten:
372
Autor:
Hans-Peter Krüger
Gewicht:
805 g
Format:
240x170x26 mm
Sprache:
Deutsch
Beschreibung:

Das Thema der Lebenspolitik ist in der reflexiven Moderne zwischen den Philosophien von Jürgen Habermas und Michel Foucault wiederentdeckt worden. Aber die Individualisierung der Risikogesellschaft legt nicht den anthropologischen Zirkel der Moderne frei, von dem die gegenwärtige Lebenspolitik inhaltlich abhängt.

Dieser inhaltliche Fokus bedeutet nicht, wie viele Philosophen seit Heidegger glauben, die Auflösung der Philosophie. Sie kann mit ihren eigenen Methoden und theoretischen Ansprüchen diejenige personale Lebensform freilegen, die aus dem anthropologischen Zirkel herausführt. Speziesismen (im Naturenvergleich) und Ethnozentrismen (im Kulturenvergleich) lassen sich durch eine bestimmte Kombination aus Phänomenologie, Hermeneutik, verhaltenskritischer Dialektik und Rekonstruktion der praktischen Ermöglichungsbedingungen begründet kritisieren.

Die Philosophischen Anthropologien des amerikanischen Pragmatismus, insbesondere von John Dewey, und von deutsch-jüdischen Denkern wie Hannah Arendt, Ernst Cassirer, Helmuth Plessner und Max Scheler haben solche interkulturellen und interdisziplinären Leistungen bereits im 20. Jahrhundert erbracht. Sie werden hier erstmals in eine systematische Diskussion miteinander versetzt, die der Gegenwartsphilosophie bislang fehlt.

99
1;Inhalt;82;Vorwort;10
3;I. TEIL: DAS GEGENWÄRTIGE BEDÜRFNIS NACH PHILOSOPHISCHER ANTHROPOLOGIE;24
3.1;1. Lebenspolitik: Die Zugänge von Habermas, Foucault und der Philosophischen Anthropologie;26
3.2;2. Die Grenzen der positiven Bestimmung des Menschen;64
3.3;3. Die geschichtliche Potentialität des Menschseins;86
4;II. TEIL: DIE PHILOSOPHISCH-ANTHROPOLOGISCHE KRITIK DER EUROPÄISCHEN MODERNE;104
4.1;4. Anthropologische Kritik der Philosophie und Philosophische Kritik der Anthropologie;106
4.2;5. Expressivität als Fundierung zukünftiger Geschichtlichkeit;131
4.3;6. Geist in der lebendigen Natur;153
4.4;7. Hassbewegungen;164
4.5;8. Die condition humaine des Abendlandes;184
4.6;9. Animal symbolicum und homo absconditus;209
4.7;10. Historismus und Anthropologie in Plessners Philosophischer Anthropologie;241
4.8;11. Die Leere zwischen Sein und Sinn;258
5;III. TEIL: DIE PRAGMATISTISCHE KRITIK DER US-AMERIKANISCHEN MODERNE;280
5.1;12. Klassische Pragmatismen, Sprachanalysen und Neopragmatismen;282
5.2;13. Öffentliche Untersuchungsprozesse, die Instrumentierung der Werte und die Vollendung in der ästhetischen Erfahrung;302
5.3;14. Die öffentliche Natur menschlicher Lebewesen;337
6;Literaturverzeichnis;349
7;Quellennachweise;361
8;Personenverzeichnis;364
9;Sachregister;368
Das Thema der Lebenspolitik ist in der reflexiven Moderne zwischen den Philosophien von Jürgen Habermas und Michel Foucault wiederentdeckt worden. Aber die Individualisierung der Risikogesellschaft legt nicht den anthropologischen Zirkel der Moderne frei, von dem die gegenwärtige Lebenspolitik inhaltlich abhängt. Dieser inhaltliche Fokus bedeutet nicht, wie viele Philosophen seit Heidegger glauben, die Auflösung der Philosophie. Sie kann mit ihren eigenen Methoden und theoretischen Ansprüchen diejenige personale Lebensform freilegen, die aus dem anthropologischen Zirkel herausführt. Speziesismen (im Naturenvergleich) und Ethnozentrismen (im Kulturenvergleich) lassen sich durch eine bestimmte Kombination aus Phänomenologie, Hermeneutik, verhaltenskritischer Dialektik und Rekonstruktion der praktischen Ermöglichungsbedingungen begründet kritisieren. Die Philosophischen Anthropologien des amerikanischen Pragmatismus, insbesondere von John Dewey, und von deutsch-jüdischen Denkern wie Hannah Arendt, Ernst Cassirer, Helmuth Plessner und Max Scheler haben solche interkulturellen und interdisziplinären Leistungen bereits im 20. Jahrhundert erbracht. Sie werden hier erstmals in eine systematische Diskussion miteinander versetzt, die der Gegenwartsphilosophie bislang fehlt.