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Zwischen Idee und Zweckorientierung

Vorbilder und Motive von Hochschulreformen seit 1945
 HC runder Rücken kaschiert
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ISBN-13:
9783050043081
Einband:
HC runder Rücken kaschiert
Erscheinungsdatum:
02.07.2007
Seiten:
240
Autor:
Andreas Franzmann
Gewicht:
589 g
Format:
240x170x19 mm
Sprache:
Deutsch
Beschreibung:

Barbara Wolbring, Andreas Franzmann (Hrsg.)

Zwischen Idee und Zweckorientierung

Vorbilder und Motive von Hochschulreformen seit 1945

2007. 237 S., 30 schwarz-weiße Abbildungen

ISBN 978-3-05-004308-1

Wissenskultur und gesellschaftlicher Wandel, Bd. 21

Im 20. Jahrhundert erlebten die deutschen Universitäten ein Wachstum ungeahnten Ausmaßes, das jedoch zu keiner Zeit als Blüte wahrgenommen wurde. Vielmehr ist das 20. Jahrhundert durchzogen von Hochschulreformdiskussionen, die in Schüben aufeinander folgten und Ausdruck eines bleibenden Krisenbewusstseins sind, das auch durch die tatsächlich erfolgenden Reformen nicht schwächer wurde.

Die in diesem Band versammelten Aufsätze verfolgen das Ziel, in einem diskursgeschichtlichen Ansatz nicht allein nach den Krisendiagnosen und Reformvorschlägen, sondern vor allem nach den dahinter sichtbar werdenden Leitvorstellungen von der Institution Universität und ihrer Aufgabenstellung zu fragen. Damit werden Aussagen möglich über die Erwartungen an die Universität, an ihre Aufgabe und ihren gesellschaftlichen Stellenwert.

Die einzelnen Beiträge stellen weniger die organisatorische Umsetzung einzelner Reformen ins Zentrum, sondern fragen mehr nach in den Reformen und Reformdiskursen aufscheinenden Deutungsmustern, Werthaltungen, Argumentationsstrategien, den wissenschaftlichen, politischen und sozialen Zielen.

Pressestimmen
"Resümierend lässt sich feststellen, dass die Lektüre dieses Tagungsbandes lohnend und gewinnbringend ist, da er sich interdisziplinär und kritisch mit dem wissenschaftlichen und gesellschaftlichen 'Mainstream' auseinandersetzt sowie zum Teil innovative Forschungsansätze wählt." Wolfgang Lambrecht in: H-Soz-u-Kult, 27. November 2007
1;Inhalt;6
2;Einleitung;8
3;Orientierung in Trümmern;13
3.1;Hochschulreformziele an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main 1945-1949;14
3.2;Die Westalliierten als Hochschulreformatoren (1945 1949): ein Vergleich;36
3.2.1;1. Die Alliierten als Träger der Reform;36
3.2.2;2. Die Westalliierten und die Reform des deutschen Hochschulsystems;39
3.2.3;3. Die Franzosen und die Neugründungen;43
3.2.4;Zusammenfassung;45
3.3;Erfindet sich die Hochschule neu? Selbstbilder und Zukunftsvorstellungen in den westdeutschen Rektoratsreden 1945-1950 ;48
3.3.1;1. Die Universität in der Moderne Grundpositionen der Rektoren;48
3.3.2;2. Universitas Zukunftsvergewisserung durch Rückkehr zu den alteuropäischen Ursprüngen;50
3.3.3;3. Christentum Internationalität Persönlichkeitsbildung;51
3.3.4;4. Wie läßt sich das Bildungsprogramm im St udiumrealisieren?;57
3.3.5;5. Fazi;60
3.4; Ein wirklich neuer Anfang . Öffentliche Kritik an den Universitäten und Reformforderungen in der Besatzungszeit (1945 1949);62
3.4.1;Die Rolle der Universitäten im demokratischen Deuts chland;65
3.4.2;Das Versagen der Universität;66
3.4.3;Das Scheitern der bürgerlichen Bildungsidee;67
3.4.4;Die Frage des Hochschulzugangs;68
3.4.5;Vorbild Ostzone?;71
3.4.6;Die Stunde Null nutzen;71
3.4.7;Zusammenfassung;73
4;Expansion und Planungseuphorie im modernen Deutschland ;76
4.1;Die Gründerjahre des bundesdeutschen Hochschulwesens: Leitbilder neuer Hochschulen zwischen Wissenschaftspolitik, Studienreformund Gesellschaftspolitik;78
4.1.1;1. Akteursrahmen und Gründungsarrangements;83
4.1.2;2. Gründungskonzepte und -maximen;86
4.1.3;3. Schlußbemerkungen;101
4.2;Gesellschaftsbilder in der deutschen Hochschulpolitik. Das Beispiel des Wissenschaftsrates in den 1960er Jahren.;104
4.2.1;1. Einleitung;104
4.2.2;2. Zur Gründung des Wissenschaftsrates;106
4.2.3;3. Die Empfehlungen zumAusbau der wissenschaftlichen Hochschulen;110
4.2.4;4. Die Empfehlungen zur Neuordnung des Studiums an den wissenschaftlichen Hochschulen;113
4.2.5;5. Fazi;120
4.3;Hochschulreformgeschichte als Disziplingeschichte Das Beispiel der Wirtschaftswissenschaften;122
4.3.1;Entwicklung der Wirtschaftswissenschaften;123
4.3.2;Die Veränderung des Faches und die Gesellschaftsbilder;129
4.3.3;Schluß:;134
4.4;Die Architektur der Ruhr Universität Bochumsowie der Universität Bielefeld und ihre Entsprechung im technokratischen Deutungsmuster von Wissenschaft;138
4.4.1;Die Architektur der Universitäten;140
4.4.2;Die Tradition der Universitätsarchitektur;142
4.4.3;Das Problem der städtebaulichen Isolierung;144
4.4.4;Die Architektur der Ruhr-Universität Bochum;147
4.4.5;Die Architektur der Universität Bielefeld;158
4.4.6;Zwischenresümee;174
4.4.7;Analyse der Schelskyschen Argumentation;176
4.4.8;Abbildungsnachweise:;183
5;Wissenschaftsmanagement in der Bologna-Hochschule;184
5.1;Patriotismus- und Eliteninszenierung im deutschen Hochschulreformdiskurs. Analyse des offenen Briefes der Initiative Zukunft Wissenschaft vom September 2005;186
5.1.1;1. Einleitung;186
5.1.2;2. Textanalyse;187
5.1.3;3. Zusammenfassung und Ausblick;192
5.2;Krise der Kritik. Die Misere der Universität, eine Krise der Kollegialität ;196
5.2.1;1. Vorbemerkung;196
5.2.2;2. Einleitung Haltung zur Hochschulreform;197
5.2.3;3. Befunde Haltung zur Forschung;199
5.2.4;4. Logik derWissenschaft und Professionalisierung;202
5.2.5;5. Verfaßtheit und Selb stverständnis derWissenschaft;207
5.2.6;6. Deprofessionalisierung oder noch nicht erreichte Professionalisierung?;209
5.2.7;7. Wissenschaft und politische Vergemeinschaftung;210
5.3; Von der Gelehrtenrepublik zumDienstleistungsunternehmen Eine Deutungsmusteranalyse zu kollektiven Bewußtseinslagen bei Protagonisten der gegenwärtigen Universitätsreform;216
5.3.1;Notationskonventionen;230
5.4;Personenregister;231
5.4.1;A;231
5.4.2;B;231
5.4.3;H;231
5.4.4;C;231
5.4.5;D;231
5.4.6;E;231
5.4.7;J;231
5.4.8;K;
Im 20. Jahrhundert erlebten die deutschen Universitäten ein Wachstum ungeahnten Ausmaßes, das jedoch zu keiner Zeit als Blüte wahrgenommen wurde. Vielmehr ist das 20. Jahrhundert durchzogen von Hochschulreformdiskussionen, die in Schüben aufeinander folgten und Ausdruck eines bleibenden Krisenbewusstseins sind, das auch durch die tatsächlich erfolgenden Reformen nicht schwächer wurde. Die in diesem Band versammelten Aufsätze verfolgen das Ziel, in einem diskursgeschichtlichen Ansatz nicht allein nach den Krisendiagnosen und Reformvorschlägen, sondern vor allem nach den dahinter sichtbar werdenden Leitvorstellungen von der Institution Universität und ihrer Aufgabenstellung zu fragen. Damit werden Aussagen möglich über die Erwartungen an die Universität, an ihre Aufgabe und ihren gesellschaftlichen Stellenwert. Die einzelnen Beiträge stellen weniger die organisatorische Umsetzung einzelner Reformen ins Zentrum, sondern fragen mehr nach in den Reformen und Reformdiskursen aufscheinenden Deutungsmustern, Werthaltungen, Argumentationsstrategien, den wissenschaftlichen, politischen und sozialen Zielen.