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Historia literaria

Neuordnungen des Wissens im 17. und 18. Jahrhundert
 HC runder Rücken kaschiert
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ISBN-13:
9783050042848
Einband:
HC runder Rücken kaschiert
Erscheinungsdatum:
04.06.2007
Seiten:
292
Autor:
Frank Grunert
Gewicht:
595 g
Format:
240x150x21 mm
Sprache:
Deutsch
Beschreibung:

Frank Grunert, Friedrich Vollhardt (Hrsg.)
Historia literaria

Neuordnungen des Wissens im 17. und 18. Jahrhundert

2007. XI, 278 S., 1 schwarz-weiße Abbildung,

ISBN 978-3-05-004284-8

Unter dem Titel Historia literaria wurde im 17. und 18. Jahrhundert Gelehrsamkeitsgeschichte betrieben. Erklärtes Ziel war es, Ursprung und Fortgang der Gelehrsamkeit von den Anfängen bis zur Gegenwart nachzuvollziehen. Dabei sollte einerseits vergangenes Wissen präsent gehalten werden, andererseits ging es in propädeutischer Absicht darum, durch Auswahl des Wissenswerten den Zugang zu den Wissenschaften zu erleichtern. Die Kompendien der Historia literaria erschlossen, ordneten, speicherten und vermittelten Wissen und wurden so zu einem bedeutenden Medium der gelehrten Selbstverständigung. Seine Vielgestaltigkeit und Komplexität entspricht dem Zeitraum zwischen Späthumanismus und Spätaufklärung, in dem die Gelehrtenrepublik sich mit Hilfe der Historia literaria fortlaufend selbst reflektierte. Der vorliegende Sammelband untersucht Programme und Praktiken der Historia literaria, er rekonstruiert verschiedene Formen ihrer Ausführung und vergleicht sie mit benachbarten Phänomenen.

Mit Beiträgen von Martin Gierl, Frank Grunert, Ralph Häfner, Herbert Jaumann, Sicco Lehmann-Brauns, Hanspeter Marti, Guido Naschert, Merio Scattola, Ulrich Johannes Schneider, Anette Syndikus, Dirk Werle und Helmut Zedelmaier

Pressestimmen

"Die 'Historia' sollte nützen und erfreuen, sie sollte Vorurteile bekämpfen und den Vestand verbessern [...] Der Vorsatz der Herausgeber, die Geschichte dieser Geschichte zu schreiben, wird zur rechten Zeit erfüllt, da wir als Bürger des 21. Jahrhunderts, computergewohnt und listenversiert, die Anstrengungen der Gelehrten, die diese Kompendia produzierten, uns kaum noch vorzustellen, viel weniger zu würdigen in der Lage sind. Der Sammelband [...] ist seiner Aufgabe bestens gewachsen. Die elf Beiträger (zuzüglich Vor- und Nachwort der Herausgeber) beschreiben die gelehrten Bemühungen um diese Vollständigkeit anstrebende Geschichte der Gelehrsamkeit mit großer Sorgfalt, bewundernswürdigem Detailwissen und mit stilistischer Klarheit [...].
Die im 17. und vor allem im 18. Jahrhundert ebenso einflußreiche wie verbreitete Historia literaria erhob den Anspruch, Ursprung und Fortgang der Gelehrsamkeit von den Anfängen bis zur Gegenwart nachzuvollziehen. Überliefertes und aktuelles Wissen sollte neu geordnet, bewertet und nicht zuletzt in propädeutischer Absicht vermittelt werden. In ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen wird die Historia literaria in diesem Band als ein bedeutendes Medium der gelehrten Selbstverständigung in der Frühen Neuzeit vorgestellt.
1;Inhaltsverzeichnis;6
2;Einleitung;8
3;I. KONZEPTE UND PROGRAMME;14
3.1;Die Anfänge der Historia literaria im 17. Jahrhundert;16
3.1.1;I.;19
3.1.2;II.;27
3.1.3;III.;40
3.2; Historia literaria als historia pragmatica ;50
3.2.1;I. Die praktische Aufgabe der Historia literaria;50
3.2.2;II. Der Begriff der Historia pragmatica in der Historia literaria;55
3.2.3;III. Die prudentielle Geschichte der Frühen Neuzeit;63
3.2.4;IV. Die topologische Ordnung in der prudentiellen Geschichte;65
3.2.5;V. Eine historische oder genetische Ordnung?;72
3.3;Von guten Büchern;78
3.3.1;I.;82
3.3.2;II.;87
3.3.3;III.;91
3.3.4;IV.;97
3.4;Zwischen Fortschrittsgeschichte und Erfindungskunst;102
3.4.1;I. Leibniz und der Wissenschaftsfortschritt;102
3.4.2;II. Wolff und die Erfindungskunst;107
4;II. PRAKTIKEN UND AUSFÜHRUNGEN;114
4.1;Historia literaria und Formen gelehrter Sammlungen, diesseits und jenseits von Periodizität;116
4.2;Historia literaria;126
4.3;Neukonturierung und methodologische Reflexion der Wissenschaftsgeschichte;142
4.3.1;I. Historia literaria als Forschungsdesiderat Christian Thomasius;144
4.3.2;II. Methodologische Fundierung philosophische Eklektik und philologische Kritik;148
4.3.3;III. Einteilung der Historia literaria der Aufbau des litterär- geschichtlichen Lehrbuchs;151
4.3.4;IV. Neukonturierung der Anfänge der Historia literaria die Erfindung der Schrift;157
4.3.5;V. Historia literaria als temporales Entwicklungsgeschehen;167
4.4;Interkonfessioneller Wissenstransfer in der Zeit der Spätaufklärung;174
4.4.1;I.;176
4.4.2;II.;186
4.4.3;III.;198
5;III. ALTERNATIVEN UND SACHLICHE NACHBARSCHAFTEN;204
5.1;Eine überflüssige Bibliothek?;206
5.1.1;I.;207
5.1.2;II.;219
5.1.3;III.;223
5.2;Literarische Zimelien;226
5.3;Wissensordnungen und ihre Narrativierung in Jean Jacques Barthélemys Voyage du jeune Anacharsis en Grèce;244
5.3.1;I. Jean Jacques Barthélemy und die Entstehung des;247
5.3.2;II. Der narrative Grundriß des;251
5.3.3;III. Die Bibliothek eines Atheners als Litterärgeschichte;255
5.3.4;IV. Der Anacharsis als Kompendium;259
5.3.5;V. Aspekte der Wirkungsgeschichte;264
5.3.6;Anhang: Synopse zur Reise des jungen Anacharsis durch Griechenland;272
6;IV. EPILOG;276
6.1;Anmerkungen zur Geschichte der Gelehrsamkeit;278
7;ANHANG;284
7.1;Namenverzeichnis;286
Unter dem Titel Historia literaria wurde im 17. und 18. Jahrhundert Gelehrsamkeitsgeschichte betrieben. Erklärtes Ziel war es, Ursprung und Fortgang der Gelehrsamkeit von den Anfängen bis zur Gegenwart nachzuvollziehen. Dabei sollte einerseits vergangenes Wissen präsent gehalten werden, andererseits ging es in propädeutischer Absicht darum, durch Auswahl des Wissenswerten den Zugang zu den Wissenschaften zu erleichtern. Die Kompendien der Historia literaria erschlossen, ordneten, speicherten und vermittelten Wissen und wurden so zu einem bedeutenden Medium der gelehrten Selbstverständigung. Seine Vielgestaltigkeit und Komplexität entspricht dem Zeitraum zwischen Späthumanismus und Spätaufklärung, in dem die Gelehrtenrepublik sich mit Hilfe der Historia literaria fortlaufend selbst reflektierte. Der vorliegende Sammelband untersucht Programme und Praktiken der Historia literaria, er rekonstruiert verschiedene Formen ihrer Ausführung und vergleicht sie mit benachbarten Phänomenen. Mit Beiträgen von Martin Gierl, Frank Grunert, Ralph Häfner, Herbert Jaumann, Sicco Lehmann-Brauns, Hanspeter Marti, Guido Naschert, Merio Scattola, Ulrich Johannes Schneider, Anette Syndikus, Dirk Werle und Helmut Zedelmaier