AHA-BUCH

Arbeit - Macht - Markt. Industrieller Arbeitsmarkt 1900-1929

Deutschland und Italien im Vergleich
 Buch
Sofort lieferbar | Lieferzeit:3-5 Tage I

89,95 €*

Alle Preise inkl. MwSt. | zzgl. Versand
ISBN-13:
9783050042336
Einband:
Buch
Erscheinungsdatum:
11.10.2006
Seiten:
488
Autor:
Stephanie Tilly
Gewicht:
1015 g
Format:
246x177x32 mm
Serie:
9, Jahrbuch für Wirtschaftsgeschichte. Beihefte
Sprache:
Deutsch
Beschreibung:

Die kollektiven und antagonistischen Interessen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern prallen auf dem industriellen Arbeitsmarkt, Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Gesellschaft und Staat, aufeinander. Im Zeitraum vom späten deutschen Kaiserreich bis zum Vorabend der Weltwirtschaftskrise forderten die Auseinandersetzungen am Arbeitsmarkt zunehmend staatliche Interventionen heraus, die die staatliche Wirtschafts- und Sozialpolitik zum dritten Akteur im Arbeitsmarktgeschehen werden ließen.

Der Untersuchungszeitraum setzt mit beginnenden Regulierungen ein, die zwischen den Arbeitsmarktparteien freiwillig vereinbart wurden, und endet mit den hoch politisierten Bemühungen um für die großen gesellschaftlichen Gruppen akzeptable Bewältigungsformen der Stabilisierungskrise nach der Inflation. Die Autorin beschreibt, welche unterschiedlichen Lösungsansätze für die vergleichbar harten Belastungsproben von Weltkrieg, Demobilmachung, Inflation und Stabilisierungskrise in Deutschland und in Italien entwickelt wurden.

Mit der durchgängigen systematisch vergleichenden Perspektive und der erstmalig in einer wirtschaftshistorischen Untersuchung erprobten institutionenökonomischen Analyse des Arbeitsmarktgeschehens gelingen der Verfasserin neue Einblicke in die Geschichte des frühen 20. Jahrhunderts.

99
1;Inhalt;62;Verzeichnis der Tabellen im Text;9
3;Verzeichnis der Abbildungen;9
4;Vorwort;10
5;I. Einleitung;12
5.1;1. Untersuchungsgegenstand;12
5.2;2. Der Arbeitsmarkt: Ökonomische Grundbegriffe und theoretische Vorüberlegungen;19
6;II. Industrieller Arbeitsmarkt 1900-1914: Deutschland und Italien im Vergleich;34
6.1;1. Industrieland Deutschland und Latecomer Italien;34
6.2;2. Der Arbeitsmarkt;36
6.2.1;2.1. Demographische Aspekte;38
6.2.2;2.2. Die Struktur der Beschäftigung in Deutschland und Italien;40
6.2.3;2.3. Die räumliche Mobilität und die Austauschbeziehungen der Arbeitsmärkte;49
6.2.4;2.4. Institutionelle Rahmenbedingungen;54
6.2.5;2.5. Arbeitsmarktstrategien;95
6.3;3. Zwischenbilanz;108
7;III. Industrieller Arbeitsmarkt im Ersten Weltkrieg;112
7.1;1. Krieg und organisierte Arbeiterschaft;112
7.2;2. Die Organisation der Kriegswirtschaft;116
7.3;3. Arbeitsmarkt und Kriegsschock: Die Anpassungskrisen;125
7.4;4. La caccia alla manodopera : Arbeitskräftemangel und Menschenökonomie ;134
7.5;5. Wendepunkte in den Kriegsökonomien;149
7.5.1;5.1. Hindenburgprogramm und Hilfsdienstgesetz und ihre Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt;149
7.5.2;5.2. Mobilitazione Industriale und industrielle Beziehungen;160
7.6;6. Das veränderte Arbeitsangebot eine nuova classe operaia?;167
7.6.1;6.1. Die Frauenerwerbstätigkeit;167
7.6.2;6.2. Die ausländischen Arbeitskräfte;182
7.6.3;6.3. Der Einsatz von Kriegsgefangenen;190
7.7;7. Tendenzen der Lohnentwicklung;194
7.8;8. Konfliktpotentiale auf dem Arbeitsmarkt;199
7.9;9. Bilanz: Industrieller Arbeitsmarkt im Ersten Weltkrieg;205
8;IV. Problemkonstellationen des Arbeitsmarktes 1918-1929;211
8.1;1. Die Demobilmachung und ihre Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt;211
8.1.1;1.1. Arbeitsmarktprognosen und Demobilmachungsplanungen;212
8.1.2;1.2. Die Organisation der Demobilmachung ein korporatistisches Modell?;215
8.1.3;1.3. Die militärische Demobilmachung;221
8.1.4;1.4. Die industrielle Demobilmachung;222
8.1.5;1.5. Unruhige Arbeitsmärkte: Revolution und sozialer Protest;234
8.1.6;1.6. Arbeitsmarktbezogene Demobilmachungspolitik;238
8.1.7;1.7. Bilanz: Arbeitsmarkt und Demobilmachung;263
8.2;2. Arbeitsmarkt und Inflation;266
8.2.1;2.1. Verlauf und Ausmaß der Inflation in Deutschland und Italien;267
8.2.2;2.2. Inflation und Beschäftigung: Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit in Deutschland und Italien;272
8.2.3;2.3. Industrielles Einkommen in der Inflation;276
8.2.4;2.4. Inflation und rote Jahre : Konfliktpotentiale auf dem Arbeitsmarkt;287
8.2.5;2.5. Die Stabilisierungskrisen in Deutschland und Italien 1921-1927;298
8.3;3. Arbeitsmarktakteure und Krisenbewältigung: Industrielle Beziehungen im Wandel?;345
8.3.1;3.1. Die Arbeitsmarktlage Mitte der 1920er Jahre;345
8.3.2;3.2. Technischer Fortschritt, Arbeitsmarkt und Unternehmen. Rationalisierung als Arbeitsmarktstrategie?;355
8.3.3;3.3. Arbeitsmarkt, Verbände und Staat: Industrielle Beziehungen und Korporatismus;401
9;V. Schlußbetrachtung: Wandel und Krise auf industriellen Arbeitsmärkten;424
10;VI. Tabellenanhang;438
11;VII. Quellen- und Literaturverzeichnis;452
11.1;1. Ungedruckte Quellen;452
11.2;2. Gedruckte Quellen und Literatur;452
11.2.1;2.1. Biblioteca Nazionale Centrale Firenze (BNCF): Pubblicazioni Minori;452
11.2.2;2.2. Zeitgenössische Periodika;452
11.2.3;2.3. Quellensammlungen;453
11.2.4;2.4. Literatur und gedruckte Quellen bis 1945;453
11.2.5;2.5. Literatur ab 1945;460
12;VIII. Abkürzungsverzeichnis;482
13;IX. Index;484
Die kollektiven und antagonistischen Interessen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern prallen auf dem industriellen Arbeitsmarkt, Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Gesellschaft und Staat, aufeinander. Im Zeitraum vom späten deutschen Kaiserreich bis zum Vorabend der Weltwirtschaftskrise forderten die Auseinandersetzungen am Arbeitsmarkt zunehmend staatliche Interventionen heraus, die die staatliche Wirtschafts- und Sozialpolitik zum dritten Akteur im Arbeitsmarktgeschehen werden ließen. Der Untersuchungszeitraum setzt mit beginnenden Regulierungen ein, die zwischen den Arbeitsmarktparteien freiwillig vereinbart wurden; und endet mit den hoch politisierten Bemühungen um für die großen gesellschaftlichen Gruppen akzeptable Bewältigungsformen der Stabilisierungskrise nach der Inflation. Die Autorin beschreibt, welche unterschiedlichen Lösungsansätze für die vergleichbar harten Belastungsproben von Weltkrieg, Demobilmachung, Inflation und Stabilisierungskrise in Deutschland und in Italien entwickelt wurden. Mit der durchgängigen systematisch vergleichenden Perspektive und der erstmalig in einer wirtschaftshistorischen Untersuchung erprobten institutionenökonomischen Analyse des Arbeitsmarktgeschehens gelingen der Verfasserin neue Einblicke in die Geschichte des frühen 20. Jahrhunderts. Pressestimmen: "Es handelt sich um eine gelungene systematische Überblicksdarstellung, die den neuesten Forschungsstand kompetent zusammenfasst." Elke Viebrock, in: H-Soz-u-Kult, Februar 2007 "[Ein] guter Überblick über die Arbeitsmarktentwicklung in Deutschland und Italien und ein interessanter Vergleich beider Länder." Gerold Ambrosius in: Historische Zeitschrift, Band 286 (2008) "Durch ihre sachkundige Studie bietet Tilly für die deutsche Leserschaft eine gelungene Darstellung der facettenreichen Strukturmerkmale der beiden industriellen Arbeitsmärkte sowie der etablierten Institutionalisierungsformen des Arbeitsmarktgeschehens." Vito Francesco Gironda in: Zeitschrift für Unternehmensgeschichte, 2008