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Ethik der Beziehungen

Versuche über eine postkantianische Moralphilosophie
 Buch
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ISBN-13:
9783050041766
Einband:
Buch
Erscheinungsdatum:
09.11.2005
Seiten:
236
Autor:
Anton Leist
Gewicht:
660 g
Format:
249x180x22 mm
Serie:
10, Deutsche Zeitschrift für Philosophie / Sonderbände
Sprache:
Deutsch
Beschreibung:

Anton Leist
Ethik der Beziehungen - Versuche über eine postkantianische Moralphilosophie

Deutsche Zeitschrift für Philosophie. Sonderband, Sonderband 10

Die Kantische Ethik gilt bis heute als die dominante Theorie der Moral, und das nicht nur mit Blick auf ihre moralischen Inhalte, sondern mehr noch mit Bezug auf ihre Begründung der moralischen Prinzipien aus der Vernunft. Die Auseinandersetzung mit Kant führt jedoch zu der Einsicht, daß wir unsere Vorstellungen vom Verhältnis zwischen Ethik und Moral, sowie von der Verbindung von Moral und sozialer Realität reformulieren müssen.

Die im vorliegenden Buch gesammelten Artikel verbindet die Erwartung, daß die Moral statt über die Vernunft über ihre Funktion im Rahmen sozialer Beziehungen besser zu verstehen und gestalten sein sollte. Den konkreten Reichtum unserer Handlungsziele, Beziehungsmöglichkeiten und sozialen Fähigkeiten sind wir nur dann in der Lage zu erschließen, wenn wir das Werkzeug der abstrakten Vernunft als unbrauchbar beiseite legen und statt dessen mit den alltäglichen, persönlichen und überpersönlichen, Erfahrungen arbeiten, nit denen wir uns auskennen.

Weil einzig aus den Beziehungsformen Normativität erwächst, sollten uns diese selbst, ihre Bedeutungen und ihre Wandelbarkeit interessieren, weniger kodifizierbare moralische Pflichten und Regeln. Gegenstand der Ethik der Beziehungen sind die konkreten Spielräume und Kräfte der sozialen Verhältnisse zwischen Menschen, nicht die abstrakten Fingerzeige eines von den Beziehungen unabhängigen ‚moralischen Gesetzes'.

Pressestimmen
"Der vorliegende Band bietet nur eine Kollektion von anregenden Studien, die jedoch bereits die Umrisse des postkantianischen Forschungsprogramms klar erkennen lassen und auch die Erwartung begründen, daß mit seiner Fortführung die schwierige Sache der Moralphilosophie vorangebracht werden kann."

Wolfgang Kersting in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 30.06.2006

"Den Leser erwartet eine fundierte, kluge und lebensnahe Analyse der Probleme moderner Ethik, dabei wird kaum eine aktuelle philosophische Auseinandersetzung ausgelassen."

Claudia Wiesemann, in: Ethik in der Medizin, Bd.19 (03/2007)
1;Inhaltsverzeichnis ;6
2;Einleitung ;8
3;I . Abkehr von Kant;14
3.1;Kants Ethik, verwerfen oder retten?;16
3.2;Kantische und Post-Kantische Moral;24
4;II. Menschliches Leben an der Grenze;78
4.1;Gegen die Suche nach dem moralischen Status ;80
4.2;Menschen würde als Ausdruck;95
5;III. Moral und Gesellschaft;110
5.1;Moral, Gemeinschaften und soziale Beziehungen;112
5.2;Moralische Beziehungssysteme in der Gesellschaft;141
6;IV. Ökologische Demokratie;172
6.1;Soziale Ökologie und Natur;174
6.2;Der Konflikt zwischen Ökologie und Demokratie;198
7;Literaturverzeichnis;222
8;Personenverzeichnis;231
9;Sachwortverzeichnis;234
Die Kantische Ethik gilt bis heute als die dominante Theorie der Moral, und das nicht nur mit Blick auf ihre moralischen Inhalte, sondern mehr noch mit Bezug auf ihre Begründung der moralischen Prinzipien aus der Vernunft. Die Auseinandersetzung mit Kant führt jedoch zu der Einsicht, daß wir unsere Vorstellungen vom Verhältnis zwischen Ethik und Moral, sowie von der Verbindung von Moral und sozialer Realität reformulieren müssen. Die im vorliegenden Buch gesammelten Artikel verbindet die Erwartung, daß die Moral statt über die Vernunft über ihre Funktion im Rahmen sozialer Beziehungen besser zu verstehen und gestalten sein sollte. Den konkreten Reichtum unserer Handlungsziele, Beziehungsmöglichkeiten und sozialen Fähigkeiten sind wir nur dann in der Lage zu erschließen, wenn wir das Werkzeug der abstrakten Vernunft als unbrauchbar beiseite legen und statt dessen mit den alltäglichen, persönlichen und überpersönlichen, Erfahrungen arbeiten, nit denen wir uns auskennen. Weil einzig aus den Beziehungsformen Normativität erwächst, sollten uns diese selbst, ihre Bedeutungen und ihre Wandelbarkeit interessieren, weniger kodifizierbare moralische Pflichten und Regeln. Gegenstand der Ethik der Beziehungen sind die konkreten Spielräume und Kräfte der sozialen Verhältnisse zwischen Menschen, nicht die abstrakten Fingerzeige eines von den Beziehungen unabhängigen 'moralischen Gesetzes'.

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