AHA-BUCH

Die Erfahrung des Anderen

Gefühle im menschlichen Miteinander
 HC runder Rücken kaschiert
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ISBN-13:
9783050041476
Einband:
HC runder Rücken kaschiert
Erscheinungsdatum:
12.10.2005
Seiten:
228
Autor:
Matthias Schloßberger
Gewicht:
587 g
Format:
251x179x22 mm
Sprache:
Deutsch
Beschreibung:

Was bisher Leben und Bewusstsein, Sprache und Geist genannt wurde, steht in den neuen biomedizinischen, soziokulturellen und kommunikationstechnologischen Verkörperungen zur Disposition. Diese neuen Sozio-Technologien führen zu einer tiefgreifenden anthropologischen Entsicherung, die eine offensive Erneuerung der Selbstbefragung des Menschen als vergesellschaftetes Individuum und als Spezies herausfordert.
Was bisher Leben und Bewusstsein, Sprache und Geist genannt wurde, steht in den neuen biomedizinischen, soziokulturellen und kommunikationstechnologischen Verkörperungen zur Disposition. Diese neuen Sozio-Technologien führen zu einer tiefgreifenden anthropologischen Entsicherung, die eine offensive Erneuerung der Selbstbefragung des Menschen als vergesellschaftetes Individuum und als Spezies herausfordert.
1;Inhaltsverzeichnis;62;Vorwort;8
3;Einleitung;10
4;1. Subjektivität und Intersubjektivität Die Aporien in der Debatte um Subjektivität und Intersubjektivität;22
4.1;1.1. Subjektivität;31
4.2;1.2. Intersubjektivität und Selbstbewußtsein;33
4.3;1.3. Intersubjektivität und Sprachkompetenz;45
5;2. Analogieschluß und Einfühlung Die zwei Antworten des bewußtseinsphilosophischen Standpunktes;54
5.1;2.1. Die Analogieschlußtheorie;56
5.2;2.2. Die Einfühlungstheorie;59
5.3;2.3. Johann Gustav Droysen;62
5.4;2.4. Theodor Lipps;63
6;3. Weder Einfühlung noch Analogieschluß: Wilhelm Dilthey;78
6.1;3.1. Beiträge zur Lösung der Frage vom Ursprung unseres Glaubens an die Realität der Außenwelt und seinem Recht (1890);79
6.2;3.2. Beiträge zum Studium der Individualität (1895/1896);86
6.3;3.3. Die Entstehung der Hermeneutik (1900);89
6.4;3.4. Das Verstehen anderer Personen und ihrer Lebensäußerungen (1910);91
6.5;3.5. Habermas Kritik an Diltheys Theorie der Intersubjektivität;97
6.6;3.6. Dilthey und die hermeneutische Tradition;106
7;4. Husserls Theorie der Intersubjektivität;110
7.1;4.1. Intentionales Bewußtsein;110
7.2;4.2. Das Programm der Ideen zu einer reinen Phänomenologie;115
7.3;4.3. Intersubjektivität in den Cartesianischen Meditationen;120
7.4;4.4. Die Kritik an Husserl;131
8;5. Schelers Lehre der unmittelbaren Fremdwahrnehmung;142
8.1;5.1. Rekapitulation. Noch einmal Dilthey;142
8.2;5.2. Überblick über die erste Phase von Schelers Denken;146
8.3;5.3. Die Unmittelbarkeit der Fremdwahrnehmung;149
8.4;5.4. Die psychophysische Indifferenz des Ausdrucks;152
8.5;5.5. Schelers neue Fassung von innerer und äußerer Wahrnehmung und die damit verbundene Transformation der Fragen nach dem Selbstbewußtsein und der Erfahrung des Anderen;162
8.6;5.6. Unmittelbarkeit und Mittelbarkeit der Fremdwahrnehmung (vertiefende Betrachtung);172
8.7;5.7. Die Umstellung der traditionellen Kategorien: innere Wahrnehmung und äußere Wahrnehmung Psychisches und Physisches. Schelers Aufnahme, Weiterführung und Abgrenzung von Husserl;179
8.8;5.8. Intentionale Gefühle;186
8.9;5.9. Formen der Sympathie: Gefühlsansteckung, Nachfühlen, Mitgefühl;193
8.10;5.10. Mitgefühl und Anerkennung;200
9;Literaturverzeichnis;210
10;Index;224
Für Theodor Lipps, Wilhelm Dilthey und EdmundHusserl ist die Erfahrung des Anderen eng verbunden mit dem Verstehen der Gefühle des Anderen: Ich mache die Erfahrung des Anderen, indem ich seine Gefühle verstehe. In der theoretischen Analyse der Erfahrung des Anderen stoßen diese Autoren jedoch immer wieder auf ein Problem. Die Erklärung erweist sich als zirkulär, weil sie jede Erfahrung des Anderen zunächst mit einer Wahrnehmung des anderen Körpers beginnen läßt. Erst Max Scheler gelingt mit einer radikalen Abkehr von der traditionellen Annahme eines Primats der inneren Erfahrung vor der äußeren Erfahrung eine plausible Analyse. Für ihn setzt die Erfahrung des Anderen zunächst am psychophysisch indifferenten Ausdruck des Anderen an. Schelers Denken erweist sich als attraktiv, weil es die Bedeutung von Gefühlen auf allen Ebenen der menschlichen Situation erhellt. Er kann zeigen, wie die verschiedenen Formen menschlichen Miteinanders von verschiedenen Gefühlen getragen werden: Gemeinsam geteilte Gefühle bestimmen unser Zusammenleben, lange bevor wir die Erfahrung des Anderen machen. Weil wir die Gefühle der Anderen verstehen, können wir die Erfahrung des Anderen machen. Und im Mitfühlen bzw. Teilnehmen an den Gefühlen der Anderen erfahren wir die Anderen als uns gleichwertig.

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