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Carl Einstein und sein Jahrhundert

Fragmente einer intellektuellen Biographie
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ISBN-13:
9783050038636
Einband:
Buch
Erscheinungsdatum:
08.11.2006
Seiten:
494
Autor:
Uwe Fleckner
Gewicht:
2175 g
Format:
290x241x32 mm
Sprache:
Deutsch
Beschreibung:

In den letzten Jahren zeichnet sich in Deutschland, Frankreich und den USA eine neue Wertschätzung für Carl Einstein als Kunsthistoriker ab. Vor allem seine Kunst des 20. Jahrhunderts, die erstmals 1926 innerhalb der renommierten "Propyläen-Kunstgeschichte" erscheint, macht Einstein zu einem der ersten und vielleicht hellsichtigsten Historiker der europäischen Avantgarde, insbesondere des Kubismus und des Surrealismus. Das Überschreiten thematischer Grenzen, das mit Werk und Wirken Einsteins verbunden ist, sein methodisches Vorgehen, seine Sprachskepsis und sein komplexes geschichts- und erkenntnistheoretisches Modell, das der bildenden Kunst den Rang eines Leitmediums ästhetischer Weltaneignung zuweist, haben zu dem wachsenden Interesse der Kunstgeschichte, der Kultur- und der Bildwissenschaften an seinen Schriften geführt. Das Buch von Uwe Fleckner zeigt, dass Carl Einstein künftig als einer der großen intellektuellen Anreger der Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts neben Walter Benjamin und Aby Warburg gestellt werden muss.
Rezension"Fleckner's book, copiously illustrated with 276 images [.] is a welcome and long-overdue corrective to this unfortunate practice." Charles W.Haxthausen in: sehepunkte, 7 (2007), Nr.9 "Fleckner's book, copiously illustrated with 276 images [.] is a welcome and long-overdue corrective to this unfortunate practice." Charles W.Haxthausen in: sehepunkte, 7 (2007), Nr.9
Der Erzähler und Essayist Carl Einstein nimmt einen hohen Rang innerhalb der europäischen Literaturgeschichte ein. Und doch gilt es, mit ihm einen wichtigen methodischen Anreger insbesondere für die Kunstgeschichtsschreibung der Moderne zu entdecken. Vor allem seine "Kunst des 20. Jahrhunderts", die bereits 1926 in erster Auflage innerhalb der renommierten "Propyläen-Kunstgeschichte" erschien und 1931 in vollständig überarbeiteter Fassung vorgelegt wurde, machte den Schriftsteller zu einem der ersten und zum vielleicht hellsichtigsten Historiker der europäischen Avantgarde, insbesondere des Kubismus und Surrealismus. Durch eine oft enge freundschaftliche Bekanntschaft mit Künstlern, Kunsthändlern, Sammlern, Kritikern und Literaten wirkten seine Ideen unmittelbar auf das künstlerische und intellektuelle Geschehen seiner Epoche. Die thematische Grenzerweiterung, die mit Werk und Wirken Einsteins verbunden ist, sein methodisches Vorgehen, seine Sprachskepsis und ein komplexes geschichts- und erkenntnistheoretisches Modell, das der Kunst ihren Rang als Leitmedium einer ästhetischen Weltaneignung zuweist, haben zu einem wachsenden Interesse an seinen Schriften innerhalb der Kunstgeschichte, der Kultur- und Bildwissenschaften geführt. Von der Kunst seines Jahrhunderts erwartet Einstein ein Aufbegehren gegen die biologische Fatalität des Todes, er erwartet von der Malerei seiner Freunde und Zeitgenossen, ja, von der eigenen schriftstellerischen Arbeit jene Revolte gegen den Tod, die als proto-existentialistischer Akt seine Hoffnung auf menschliche Freiheit begründet. Neben Walter Benjamin und Aby Warburg wird fortan auch Carl Einstein als einer der großen intellektuellen Anreger der Moderne zu würdigen sein.