AHA-BUCH

Hermann Bahr - Für eine andere Moderne

Anhang: Hermann Bahr, Lenke. Erzählung (1909). Korrespondenz von Peter Altenberg an Hermann Bahr (1895-1913) (Erstveröffentlichung)
 Taschenbuch
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ISBN-13:
9783039104253
Einband:
Taschenbuch
Erscheinungsdatum:
21.09.2004
Seiten:
415
Autor:
Jeanne Benay
Gewicht:
552 g
Format:
208x146x25 mm
Serie:
34, Convergences
Sprache:
Deutsch
Beschreibung:

Aus dem Inhalt: Jeanne Benay/Alfred Pfabigan: Für eine andere Moderne - Vorwort - Kurt Ifkovits: Hermann Bahrs Tagebücher aus den Jahren 1927 bis 1931 - Richard Schrodt: Textstrukturen in Hermann Bahrs Erzählung Lenke - Hermann Bahr: Lenke - Johann Dvorák: Marxismus, Materialismus und die Ästhetik der Moderne bei Hermann Bahr - Reinhard Farkas: Österreich-Bilder Hermann Bahrs zwischen Regionalismus und Globalismus - Donald G. Daviau: Hermann Bahr and England with Special Reference to His Letters from Germany - Jürgen Michael Schulz: Hermann Bahr als Publizist in Berlin - Sylvie Arlaud: Im Kreis der Wiener Moderne - Hermann Bahrs literarisches Englandbild. Stationen einer Aneignung - Richard Heinrich: Hermann Bahr und der Expressionismus - Pia Janke: Hermann Bahrs Bezüge zu aktuellen Festspielprojekten - Alfred Pfabigan: Hermann Bahr als Opfer - Heinz Lunzer/Victoria Lunzer-Talos: Peter Altenberg und Hermann Bahr - Heinz Lunzer/Victoria Lunzer-Talos (Hrsg.): Peter Altenberg an Hermann Bahr. Briefe - Markus Neuwirth: Hermann Bahr und Gustav Klimt - Exotismus als Fluchtpunkt - Jean-Michel Wittmann: L'égotisme de Maurice Barrès vu par Hermann Bahr, ou les paradoxes de la décadence - Guy Ducrey: Hermann Bahr und die dekadente Lehre Catulle Mendès' - Wolfgang Sabler: Hermann Bahr und das französische Erfolgstheater um 1900 - Annette Daigger: Ein Wiener «badaud» in Paris - Hermann Bahr und das französische Fin de siècle - Jeanne Benay: Hermann Bahr und die - französischen - Rezeptionsmomente.
Bis heute ist die Position Hermann Bahrs in der europäischen Geistesgeschichte strittig. War er der große Vermittler zwischen der französischen, ja, der internationalen Moderne und jener der Donaumonarchie, oder nur ein Regionalphänomen? Hat sein Denken über die Moderne mitgeholfen die kreativen Höchstleistungen des heute so gepriesenen «Wiens der Jahrhundertwende» zu ermöglichen - oder war er einfach zufällig zur richtigen Zeit am richtigen Ort? Und schließlich: Weisen seine Ideen zur Moderne über diese hinaus - oder blieb sein Denken nicht letztlich im Widersprüchlich-Unbestimmten? Die Frage, ob Bahr ein «Mann von Übermorgen» (Maximilian Harden) oder bloß ein «Herr aus Linz» (K. Kraus) war, stand 2003 wohl auch im Hintergrund der interdisziplinären Bahr-Tagung am Wiener Philosophischen Institut, koorganisiert mit der Universität Metz, deren Beiträge der vorliegende Band präsentiert. Ohne Unterlass forderte Bahr eine «andere» Moderne - blieb er damit in der Phrase stecken, oder hat er an sich selbst den Beweis geliefert, dass es möglich ist, sich täglich neu zu erfinden? Die Antworten in den Beiträgen zur Wiener Bahr-Tagung sind kontrovers, doch sie enthalten zahlreiche neu entdeckte Materialien und bedienen sich neuer Sichtweisen und Forschungsansätze. Im Ergebnis entsteht ein alternatives Bild dieses vielseitigen Mannes, das wohl auch Kenner seines Werkes überraschen wird.