AHA-BUCH

Kunst der Bewegung

Kinästhetische Wahrnehmung und Probehandeln in virtuellen Welten
 Taschenbuch
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ISBN-13:
9783039104185
Einband:
Taschenbuch
Erscheinungsdatum:
21.09.2004
Seiten:
364
Autor:
Christina Lechtermann
Gewicht:
591 g
Format:
222x151x25 mm
Sprache:
Deutsch
Beschreibung:

Aus dem Inhalt: Christina Lechtermann/Carsten Morsch: Einführung - Peter Matussek: Bewegte und bewegende Bilder. Animationstechniken im historischen Vergleich - Jörg Jochen Berns: Inneres Theater und Mnemonik in Antike und Früher Neuzeit - Carsten Morsch: Bewegte Betrachter. Kinästhetische Erfahrung im Schauraum mittelalterlicher Texte - Haiko Wandhoff: Eine Pilgerreise im virtuellen Raum. Das Palästinalied Walthers von der Vogelweide - Stephan Müller: Als die Bilder laufen lernten. Über die Erzählung vom Untergang der Heruler bei Paulus Diaconus und die Möglichkeiten literarischer Rede in der höfischen Kultur des Mittelalters - Hildegard Elisabeth Keller: Vom Kampf gegen einen Unsichtbaren. Freie Wildbahn - höfisches Epos - mittelalterliches Rechtsritual - Christina Lechtermann: Schmerz und Imagination - Nadia Ghattas: Polyfokalität des Textes: Kinästhetische Aspekte im Yvain und Iwein - Horst Wenzel: wan die vrumen liute sint / unde suln sin spigel dem chint. Zum Verhältnis von Zeigen und Wahrnehmen im Welschen Gast des Thomasin von Zerclaere - Thomas Rahn: Der Wandel von der Bewegungssuggestion zur Schauplatzdominanz in druckgraphischen Turnierdarstellungen des 16. Jahrhunderts - Sarah Romeyke: Bildern folgen und zwischen den Zeilen lesen. Der Tristanteppich I von Wienhausen - Christof L. Diedrichs: Wahrnehmung des mittelalterlichen Kirchenraums - Robert Felfe: Blicke in die Vergangenheit - Naturgeschichte zu Fuß. Kinästhetische Wahrnehmung in musealen Räumen - Gisela Fehrmann/Ludwig Jäger: Sprachbewegung und Raumerinnerung. Zur topographischen Medialität der Gebärdensprachen - Sybille Krämer: Zur Kinästhesie der verkörperten Sprache.
Dieser Band versammelt Beiträge aus der Kulturwissenschaft, Medientheorie, Linguistik und Philosophie, Kunst- und Literaturwissenschaft, mit einem Schwerpunkt in der Germanistischen Mediävistik. Sie gehen auf eine Arbeitstagung an der Humboldt-Universität zu Berlin 2002 zurück und befassen sich mit dem grundsätzlichen Stellenwert, den Bewegung für kulturell je unterschiedliche Kommunikations- und Wahrnehmungsroutinen hat. Im Hinblick auf eine historische Anthropologie medialer Praktiken wird untersucht, wie jemand als Wahrnehmender, das heißt, als Hörender oder Lesender, als Sehender und (sich) Spürender in Bewegung versetzt werden kann. Kinästhetik wird damit als transmediales Phänomen aufgefaßt, als eine grundlegende Bedingung der Fähigkeit von Medien, Dinge wahrnehmbar zu machen, weil Wahrnehmung und Bewegung immer miteinander verbunden sind. Die Frage nach dem Kinästhetischen bezieht sich daher auf die spezifischen Erfahrungen, die verschiedene historische Medienkonstellationen offerieren. Um das Zusammenspiel zwischen solchen Angeboten und den damit jeweils eingeforderten Aktualisierungen beschreibbar zu machen, das der doppelten Bestimmung von Wahrnehmung als Bewegung und Bewegtwerden korrespondiert, ist dem Band die Wendung auf die 'virtuellen Welten' eingeschrieben.

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